Eat the locals - Ein Ausstellungsprojekt zu Klimaschutz und regionaler Ernährung

Der Einfluss unseres Handelns auf das Klima ist unbestritten. Alles, was wir produzieren und konsumieren, benötigt Energie. Wenn diese aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas kommt, pusten wir bei deren Verbrennung Kohlendioxid (CO2) in die Luft. In der Atmosphäre verstärkt dieses CO2 den Treibhauseffekt und die Temperaturen auf der Erde steigen. Dazu kommt, dass wir Wälder und Moore, die CO2 binden, roden bzw. trocken legen. Auf diesen Flächen werden dann wiederum häufig Futtermittel für die stetig steigende Fleischproduktion angebaut – also einer CO2-intensiven Ernährungsweise. Soweit die Realität.
Aber sind wir gegen diese weiterreichenden Folgen und globalen Zusammenhänge machtlos? Sollen wir einfach so weiter machen wie bisher, weil sich ohnehin nichts ändert? Natürlich nicht! Klimaschutz liegt in unseren Händen und alle können ihren Teil dazu beitragen. Und genau darauf wollen wir mit unserem Projekt hinaus. Mit „Eat the locals“ widmen wir uns speziell dem Thema Ernährung.

Den Klimawandel aufessen – Was haben Tomaten und Burger mit dem Klima zu tun?

Das meiste Kohlendioxid lässt sich einsparen, wenn weniger tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Käse oder Butter gegessen werden. Auch Produkte aus der Region, die keine weiten Wege mit Schiff, LKW oder gar Flugzeug zurücklegen, schneiden in der CO2-Bilanz besser ab. Das gleiche gilt für Obst und Gemüse, das im Freiland und nicht in beheizten Gewächshäusern angebaut wird. Ebenso schlägt die Lagerung und das Haltbarmachen zu Buche: Frisch ist besser als tiefgekühlt oder aus der Dose. Und nicht zuletzt hat auch die Art und Weise des Anbaus Einfluss auf den CO2-Ausstoß: Bioprodukte schneiden immer (ein bisschen) besser ab als vergleichbare konventionelle Ware. Der biologischen Anbau hat neben dem Klimaschutz auch noch weitere Vorteile – vor allem, wenn er nicht in großem Monokulturen betrieben wird: Böden und Grundwasser werden geschont, die Artenvielfalt (Ackerkräuter, Insekten, Vögel) bleibt erhalten und Nutztiere werden tierfreundlicher gehalten.

Vergleich der CO2-Emissionen verschiedener Lebensmittel

  CO2 in g pro kg Lebensmittel CO2 in g pro kg Lebensmittel aus Bioanbau
Butter 23.800 22.100 (-7%)
Rindfleisch 13.300 11.350 (-15%)
Käse 8.500 7.950 (-6%)
Pommes frites (tiefgekühlt) 5.700 5.550 (-3%)
Kartoffeln (frisch) 200 150 (-25%)
Obst (Konserve) 1.200  
Äpfel 550  
Brot 750 650 (-13%)
Gemüse (frisch, Region) 150 <150 (-15%)
Tomaten (außerhalb der Saison, beheiztes Gewächshaus) 9.300  
Tomaten (außerhalb der Saison, unbeheiztes Gewächshaus) 3.150  
Tomaten (in der Saison, Freiland Spanien) 600  
Tomaten (in der Saison, Freiland Region) 85  
     
(Quelle: co2online (Hrsg.) 2007: Pendos CO2-Zähler)    

Die Projektidee

Im Zentrum des Projekts „Eat the locals“ steht damit die Frage, wie sich eine klimafreundliche Ernährungsweise in unserer Region umsetzen lässt. Welche Obst- und Gemüsesorten werden hier angebaut, wann haben sie Saison und wie lassen sie sich zubereiten? Was sind z.B. Bremer Scheerkohl oder ein Bremer Doodapfel? Dem gehen wir gemeinsam mit einer Berufsschulklasse der Fachrichtung Koch/Köchin des SZ Rübekamp und Aktiven der BUNDjugend Bremen nicht nur auf den Grund, sondern präsentieren die Ergebnisse als Ausstellung dem Publikum einer großen Bremer Verbrauchermesse.

Projektförderung

Das Projekt wurde ermöglicht mit der freundlichen Unterstützung von BINGO! Die Umweltlotterie

sowie „Bremen macht Helden“ der Sparkasse Bremen.



Suche