29. Juli 2010
Auch Schüler können Naturressourcen schonen und das Klima schützen
Von: Sandra Kiesling
Das neue Schuljahr steht bevor. Tausende von Bremer Schülern brauchen neue Schreibblöcke oder Hausaufgabenhefte. An Schulen ist Papier immer noch das Verbrauchsmaterial Nummer eins. Die Menge an Papier pro Tag beläuft sich pro Bundesbürger auf durchschnittlich einen Harry-Potter-Band, wobei Schüler zu den stärksten Papierverbrauchern zählen.
Für mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit unseren Ressourcen kann Recyclingpapier sorgen: Mehr als die Hälfte an Holz und Wasser kann gespart werden, wenn an Schulen konsequent Recycling- statt Frischfaserpapier verwendet wird: Um 500 Blatt Papier herzustellen, werden bei Recyclingpapier nur 2, 6 Kilo Holz gegenüber 7,6 Kilo bei Frischfaserpapier benötigt und nur 56 Liter Wasser gegenüber 130 Litern. Auch der CO2-Ausstoß verringert sich von 2,6 auf 2,2 Kilo. Nicht zuletzt werden bei Recyclingpapier weit weniger Chemikalien eingesetzt.
Qualitativ steht Recyclingpapier dem Frischfaserpapier in nichts nach. Entgegengesetzt der weitverbreiteten Meinung gibt es statt dem grauen Papier auch weißes und verschieden farbige Varianten.
Doch woran erkennt man Recyclingpapier beim Kauf? Immer noch stehen zum Beispiel auf Schulblöcken Aufschriften wie „chlorfrei gebleicht“ oder „holzfrei“, wobei „holzfrei“ sogar mit besonders hohem Holzverbrauch einhergeht. Empfehlenswert ist hingegen Papier, das mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnet ist. Bei diesem Zeichen kann man sicher sein, dass dieses Papier zu 100 Prozent durch Recycling entstand.
Vom Schüler bis zum Rektor kann sich die ganze Schule an Umwelt- wie auch Klimaschutz beteiligen. „Wenn die Hefte der Schüler, die Notizblöcke der Lehrer, das Kopierpapier und sogar das Toilettenpapier Recyclingpapier sind, wäre ein wichtiger Schritt zur nachhaltigeren Nutzung unserer Ressourcen getan“, sagt Sandra Kiesling vom BUND Bremen.