11. Mai 2017

Bündnis warnt: Nicht den „grünen Bundestrend verschlafen" - Bauministerin Hendricks plant grünen Stadtumbau: Parkplätze zu Grünflächen und mehr grüne Dächer

Bremen, 11. Mai 2017. Die Bundesregierung will Städte grüner und lebenswerter machen. Dazu hat Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) die „Grüne Infrastruktur“ zu einem Schwerpunkt ihrer Politik erklärt. Mit einem jetzt vorgelegten „Weißbuch Stadtgrün“ treibt Hendricks den notwendigen Stadtumbau voran: So sollen etwa aus Parkplätzen vermehrt Grün- und Freiflächen werden, Dächer verstärkt begrünt und als Gemeinschaftsgärten nutzbar sein. „Parks und Freiflächen haben einen unermesslichen sozialen, ökologischen und ökonomischen Wert", sagte Bauministerin Hendricks anlässlich der Vorstellung des Weißbuches in dieser Woche.  Bremen laufe dagegen aktuell Gefahr, sich von diesem „grünen“ Bundestrend und den Fördertöpfen abzukoppeln, wenn Personal und Programme für den Grünerhalt weiter abgebaut werden, warnt das Bremer Bündnis für eine lebenswerte Stadt. Die seit langem auf „Eis“ liegenden Beschlüsse für die Planung und Sicherung von Grünanlagen in der Stadt (Grünordnungspläne) müssten endlich auf den Weg gebracht werden. Das Bündnis fordert, die dafür notwendige personelle Ausstattung und Steuerungskompetenz im Hause des Bau- und Umweltsenators sicherzustellen.

Dem städtischen Grün kommt gerade bei zunehmender Bebauung und Innenverdichtung eine wichtige Ausgleichfunktion zu. Eine hohe Qualität von Parks und Grünflächen ist ein klarer Standortvorteil und ein wichtiges Identifikationsmerkmal Bremens für seine Bürgerinnen und Bürger. Damit Bremen im Wettbewerb der Städte um ein attraktives Wohnangebot konkurrenzfähig bleibt, bedarf es einer handlungsfähigen und fachkompetenten Grünverwaltung.

Mit dem Weißbuch, das einen 10-Punkte Plan für den grünen Stadtumbau enthält, hat der Bund ein Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre vorgelegt, das vorbildhaft ist. Danach sollen insbesondere sozial benachteiligte Wohngebiete, die häufig schlechter mit Bäumen und Freiflächen versorgt sind, deutlich grüner werden. Im Weißbuch geht es um eine bessere rechtliche Verankerung der grünen Infrastruktur im Baugesetzbuch, um gezieltere Fördermaßnahmen, um die Entwicklung von Leitfäden, um die Durchführung von Modell- und Forschungsvorhaben und auch um eine verbesserte Kommunikation zwischen den Akteuren. So sollen Länder und Kommunen flexibler mit den Stellplatzverordnungen für Wohnungsneubauten umgehen. Wegen des zunehmenden Trends zur Nutzung von Fahrrädern und Carsharing können Flächen, die nicht für Parkplätze gebraucht werden, als Frei- und Grünflächen genutzt werden, heißt es im Weißbuch. Auch Gebäude, Fassade und Höfe müssten stärker begrünt und Dächer als Gemeinschaftsgärten genutzt werden. Brachflächen und Baulücken sollten wiederbelebt werden.

Städte und Gemeinden sollen dazu im Rahmen der Städtebauförderung schon 2017 erstmals 50 Millionen Euro aus einem neuen Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ erhalten. Auch Bremen könnte davon profitieren.

Auf Einladung des Bündnisses für eine lebenswerte Stadt stellt das Bundesbauministerium das Weißbuch in Bremen offiziell vor und diskutiert es mit verantwortlichen Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Stadtplanung und Verbänden:
Mittwoch, 14. Juni 2017, 17 Uhr - Architektenkammer Bremen, Geeren 41/43, 28195 Bremen
 
Weitere Informationen unter www.grünes-bremen.de. Das neue Weißbuch „Stadtgrün“ finden Sie unter  http://www.bmub.bund.de/service/publikationen/downloads/details/artikel/weissbuch-stadtgruen/

Kontakt:
Bündnis für ein grünes Bremen
Tel.: 0151 17196353
gruenestadt@email.de
www.grünes-bremen.de




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