23. August 2017

BUND lehnt Biomüll-Tourismus ab

"Ökologisch ist das auf jeden Fall eine deutliche Verschlechterung" kommentiert der BUND-Vorsitzende Klaus Prietzel die Nachricht, dass ab Juli 2018 Bremer Biomüll in Osnabrück verarbeitet, und dafür eine funktionierende Anlage in Bremen mangels Masse möglicherweise geschlossen wird. "Und die kostensenkende Biogas-Nutzung hätten wir seit längerem genauso gut in Bremen haben können" ergänzt Prietzel. Bloß die Umweltbehörde, Politik und Unternehmen konnten sich trotz jahrelanger Diskussionen auf kein funktionierendes Konzept einigen.

Insgesamt hat Bremen auf jeden Fall dringend Nachholbedarf für ein stimmiges Bioabfallkonzept. Für die Zukunft muss als Konsequenz jetzt stärker darauf geachtet werden, dass ökologische und regionale Kriterien eine deutlich stärkere Rolle bei Ausschreibungen spielen. "Transportkosten sind beim Müll bisher kein nennenswerter Kostenfaktor; das muss sich dringend ändern" kritisiert Prietzel. Das sähe man auch an der Bremer Müllverbrennungsanlage, wo jährlich 400.000 Tonnen teilweise sogar aus dem Ausland angeliefert würden. Was den Bremer Biomüll angeht, wäre jetzt zumindest dafür zu sorgen, dass dieser von dem geplanten Zwischenlager nicht per LKW über die A1, sondern per Bahntransport erfolgt.

Rückfragen: Mareile Timm 0421 - 79 00 244; Klaus Prietzel 01 72 / 920 94 74




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