21. Juli 2017

BUND: Stadtzentrum mit Grünstrukturen für die Zukunft fit machen

Hitzewellen und Starkregenereignisse, das werden die großen Herausforderungen für Städte im Klimawandel. „In Berlin wurde uns wieder vor Augen geführt, was es heißt, wenn an einem Tag so viel Regen fällt wie sonst in mehreren Monaten zusammen“, sagt Birgit Olbrich vom BUND Landesverband Bremen. Viele Großstädte wie Kopenhagen, Rotterdam und Hamburg haben Pläne entwickelt, sich auf solche Extremereignisse vorzubereiten. Grüne Strukturen wie Gründächer,  entsiegelte Flächen und tiefergelegte Versickerungsbecken spielen dabei eine entscheidende Rolle. „Überflutungsrisiko reduzieren und gleichzeitig Stadtquartiere aufwerten – unter dieser Zielsetzung gibt es weltweit so viele spannende Projekte“, führt Birgit Olbrich an. „Die Chance, sich hier für die Zukunft aufzustellen, sollte Bremen auf keinen Fall versäumen. Wir begrüßen daher ausdrücklich die von Kurt Zech geplanten Grünen Dächer in der Innenstadt – mehr davon!“

Die Aufwertung der Bremer Innerstadt wird immer wieder mit dem Stichwort „mehr Lebensqualität“ diskutiert. Dazu gehört neben mehr Wohnraum und einem guten Gastronomieangebot sicherlich auch ein gutes Stadtklima.  Das ist gut für die Stadt sowie für die Aufenthaltsqualität und die Gesundheit der Stadtbewohner*innen. Und eine attraktive Innenstadt zieht auch Touristen an.

Auch vertikale, hängende Gärten sind in Städten oft Publikumsmagneten. Genau wie die Gründächer haben sie viele Vorteile fürs Stadtklima: Die Bepflanzung wandelt Kohlendioxid CO2 in Sauerstoff um und nimmt Feinstaub aus der Luft auf. Insbesondere in Städten kann dies die Luftqualität stark verbessern. Gründächer tragen zur Nachhaltigkeit eines Gebäudes bei – es kühlt im Sommer und isoliert im Winter. Außerdem schafft ein Gründach Raum zur Entwicklung der Artenvielfalt und wirkt zudem durch ihren Kühlungseffekt leistungssteigernd für Solaranlagen.

Bremen hat mit dem KLAS (KlimaAnpassungsStrategie Extreme Regenereignisse) schon Grundlagen für eine nachhaltige Überflutungsvorsorge gelegt.  Die großen Umbaumaßnehmen in der Innenstadt bieten sich nun an, die Klimaanpassungsstrategie in die Tat umzusetzen und zwar dort, wo der Versiegelungsgrad am höchsten ist. Denn es darf nicht vergessen werden, dass die Schäden  durch Starkregenereignisse wie in Berlin sich auf viele Millionen Euro belaufen. Allemal Grund genug, sich für die Zukunft besser aufzustellen, mahnt der BUND.

Rückfragen:Birgit Olbrich 0177-8520976

 

 




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