11. Juni 2012

Energiewende: Herausforderung und Chance für Bremen

Von: Katja Muchow
Foto Veranstaltung Energiewende

Auf dem Podium im Alten Pumpwerk: (v.r.) Ulf Jacob (Deutsche Bundesstiftung Umwelt), Dr. Joachim Lohse, Bernhard Pötter und Klaus Prietzel (BUND).

Bremens Umweltsenator Dr. Joachim Lohse, der Journalist und Autor des Buches "Stromwechsel", Bernhard Pötter und Klaus Prietzel, Vorsitzender des BUND Bremen diskutieren am Donnerstagabend über Herausforderung und Perspektiven der "Energiewende" in Bremen. Eingeladen hatte die solarinitiative Bremen zusammen mit hanseWasser, energiekonsens und "Leben in Findorff" in das Alte Pumpwerk.

Der Atomausstieg ist beschlossen, doch die eigentliche Herausforderung "Energiewende" hat gerade erst begonnen. Um Sie zum Erfolg zu führen, müsse die Energiewende breit getragen werden, da waren sich die Beteiligten einig. So sei wta geplant, ein neues "Energiewende-Bündnis" in Bremen zu gründen, um hier eine bessere Vernetzung der Beteiligten sicherzustellen, so Klaus Prietzel, BUND-Vorsitzender. 

Senator Lohse sieht Bremen auf einem guten Weg, das gesetzte Ziel von 40% CO2-Reduktion bis 2020 zu erreichen. Dennoch sei noch viel zu tun, der geplante Ausbau der Windkraft in Bremen etwa werde hier weitere Beiträge liefern. Richtung Bundesregierung appellierte Lohse, die Ausbau der Netze für die offshore-Windenergie zu beschleunigen, die Blockade bei der Förderung der Gebäudesanierung aufzuheben und im Verkehrsbereich das Bremer Erfolgsmodell Car-Sharing zu unterstützen.

Weitere Maßnahmen und Initativen sind u.a. aktuell geplant:
- Die Hochschule Bremen will ein Modellprojekt "clima campus" werden
- hansewasser Bremen plant, in einigen Monaten den Standort des Hauptpumpwerks Findorff komplett mit Energie aus Abwasser zu beheizen
- die neu gegründete Genossenschaft UniBremenSOLAR wird den selbst erzeugten Solarenergieanteil weiter ausbauen und plant eigene Windanlagen zu errichten.




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