20. Dezember 2016

Ferlemanns Ankündigung zur Weservertiefung - Weihnachtsgeschenk für Hafen Brake

Die Ankündigung von Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, die Weservertiefung von der Nordsee bis Brake nun schnellstmöglich voranzutreiben, werden von Martin Rode, Geschäftsführer des BUND Bremen als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für den Braker Hafenbetreiber J. Müller bezeichnet. Für den Fluss und seine Anwohner konnte es keine schlechtere Weihnachtsbotschaft geben. Die Weservertiefung im Abschnitt Unterweser Nord zwischen Bremerhaven und Brake ist alleine für rund Dreiviertel der negativen Umweltfolgen der Gesamtplanung verantwortlich. Dazu zählen vor allem der steigende Tidenhub, stärkere Strömungsgeschwindigkeiten und die flussauf gerichtete Verschiebung der Brackwasserzone. „Die neuen Ferlemann´schen Weservertiefungsplanungen machen keinen Unterschied zu denen, die vor dem Bundesverwaltungsgericht diesen Sommer auf Grund gelaufen sind,“ so Martin Rode vom BUND Bremen.

Enak Ferlemann ist eine Größe in der niedersächsischen CDU. Mit der Entscheidung, die Weservertiefung bis zum niedersächsischen Brake weiterzuverfolgen, wird Deutschlands zweitgrößter Seehafen Bremerhaven in Geiselhaft mit dem Hafen Brake genommen. Und die Ankündigung, dann ab 2030 auch den Rest der Unterweser bis Bremen vertiefen zu wollen, ist nichts anderes als die altbekannte Salami-Taktik zur scheibchenweisen Durchsetzung sonst nicht genehmigungsfähiger Großprojekte. Rode fasst zusammen: „Ferlemann hält stur an der überflüssigen Weservertiefung fest und nimmt die fortschreitende Naturzerstörung bis weit in die Wümme hinein billigend in Kauf. Solch eine Verkehrspolitik ist nicht zukunftsfähig.“ Der BUND wird weiterhin für den Lebensraum Weser kämpfen, der bereits zwölf Flussvertiefungen verkraften musste.


Rückfragen:
Martin Rode, mobil 0171 3354 500




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