8. März 2017

Finkenwerder Herbstprinz, Mauersegler und Baumhummel helfen

Mit dem neuen Projekt „Mehr Natur in die Stadt“ will der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) alte regionale Obstsorten in Bremen pflanzen, die Wohnungsnot von Mauerseglern und Spatzen lindern und Schutzmaßnahmen für Hummeln ergreifen.

Obstwiesen, alte Obstbäume und regionale Obstsorten sind rar geworden. Viele Städter*innen kennen nur noch Supermarktobst. Alte Obstsorten sorgen für besondere Geschmackserlebnisse, ob frisch vom Baum, als Saft, im Kuchen oder als getrocknete Früchte. Deswegen möchte der BUND mit Unterstützung der Heinz-Wieker Stiftung in den nächsten beiden Jahren 200 Obstbäume regionaler Sorten in die Stadt bringen. Dabei handelt es sich um hochstämmige Obstbäume, denn sie bieten Lebensraum für Vögel und Blütennahrung für Wildbienen. Begleitend gibt es Schulungsangebote zu Obstbaumpflege und Obstbaumschnitt  sowie Apfelaktionstage mit einer mobilen Mosterei, die zusammen mit Kleingärtner*innen organisiert werden.

Der Artenschutz an Gebäuden ist der zweite wichtige Teil des BUND-Projektes. Mauersegler, Spatzen und Fledermäuse finden im Zuge der energetischen Gebäudesanierung nur noch selten geeignete Öffnungen und Spalten als Unterschlupf und Kinderstube für den Nachwuchs. Dabei können bei Sanierung, Wärmedämmung oder Neubau mit einfachen Mitteln Nistplätze und Fledermausquartiere erhalten bzw. neu geschaffen werden. In Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften und Hausbesitzer*innen will der BUND den Klimaschutz so gestalten, dass die Vögel und Fledermäuse in den Gebäuden wohnen bleiben können. Neben der praktischen Umsetzung dieser Idee plant der BUND begleitend Fachvorträge, Infostände, Exkursionen und eine Aktion zur Meldung von Nistplätzen. </div>Hummelschutz im städtischen Raum rundet das Projekt „Mehr Natur in die Stadt“ ab. Anders als die Honigbienen fliegen Hummeln auch bei niedrigen Temperaturen und schlechtem Wetter. Aus diesem Grund sind sie zum Beispiel für die Bestäubung von Obst und Gemüsepflanzen während einer Schlechtwetterperiode besonders wichtig. Dem Rückgang der Hummeln möchte der BUND mit hummelfreundlichen Wildblumen und Nisthilfen entgegen wirken. 

Das BUND-Projekt „Mehr Natur in die Stadt“ wird vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und der Karl Kaus Stiftung für Tier und Natur unterstützt. Wer Lust hat, Obstbäume zu pflanzen und zu pflegen, sich beim Artenschutz an Gebäuden zu engagieren oder im Hummelschutz aktiv zu werden, kann sich telefonisch gerne unter 79002-20 oder per E-Mail an heike.schumacher@bund-bremen.net wenden.

Rückfragen: Heike Schumacher, 0421-7900256




  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
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