21. September 2015

Freizeitverkehr - Ein unterschätztes Umweltproblem

Wenn man an Stau, Verkehrslärm und Abgase denkt, steht meist Berufsverkehr im gedanklichen Vordergrund. Tatsächlich entsteht aber der meiste motorisierte Verkehr heute in der Freizeit. Das sind Fahrten zu diversen Aktivitäten wie Hobby, Sport, Veranstaltungen, Besuchen von Freunden und Verwandten, Ausflügen und Spaziergängen. Diese Verkehre machen bundesweit  schon über 30% Anteil des Gesamtverkehres und sogar rund 40 % der Verkehrsleistung (gefahrene Kilometer) aus, mit steigender Tendenz. Der Berufsverkehr erreicht dagegen nicht einmal die Hälfte davon. Am Wochenende kann der Anteil des Freizeitverkehrs am Gesamtverkehr sogar noch von 30% auf bis zu 70% ansteigen.

In Bremen werden laut Verkehrsentwicklungsplan (VEP) sogar  35 % aller Fahrten zu Freizeitzwecken mit dem Auto getätigt. Bei einer Gesamtverkehrsleistung von rund acht Millionen Autokilometern in Bremen täglich(!), bedeutet dies also, dass in der Hansestadt jeden Tag fast drei Millionen Kilometer mit dem Auto für Freizeitzwecke gefahren werden. Allerdings werden auch immerhin 27% der Wege in der Freizeit in Bremen schon mit dem Fahrrad und ebenso viele Anteile zu Fuß  zurückgelegt: Im bundesweiten Vergleich nimmt Bremen in Bezug auf das Fahrrad damit einen der Spitzenplätze ein. Das liegt auch daran, dass zwei von drei Wegen in Bremen unter fünf Kilometer lang sind. 

Hier liegt aber immer noch ein gewaltiges Einsparpotential für den Umweltschutz brach. „Der BUND wünscht sich daher, dass noch mehr BremerInnen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen. Gerade zu Freizeitzwecken ist das relativ einfach möglich“, so Georg Wietschorke, Verkehrsreferent des Bremer BUND und weiter: „Man entlastet mit jedem eingesparten Autokilometer nicht nur die Luft von Schadstoffen und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern tut auch noch aktiv etwas für die eigene Gesundheit. Zehn Kilometer Autofahrt bedeuten immerhin durchschnittlich 1,5 kg des Klimagases CO2. Hinzu kommen giftige Luftschadstoffe besonders giftiger Feinstaub und Stickstoffdioxid“. Gute Argumente  für die Nutzung des Umweltverbundes hat der BUND im Rahmen seines Projektes „Nachhaltig mobil – statt teuer unterwegs“ in zwei Flyern zusammengetragen, die kostenlos beim BUND, Am Dobben 44, erhältlich sind. Darin geht es um die Themen „Elterntaxi“ und „Ohne Auto zum Sport“. Anzusehen sind sie auch unter www.bund.bremen.net/nachhaltigmobil

Rückfragen: Dr. Georg Wietschorke, Tel. 0421 79 00 222 oder Stephan Glinka Tel: 0421 79 00 223




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