6. April 2017

Gericht bestätigt: Kein Bedarf für OTB!

Das Oberverwaltungsgericht Bremen (OVG) hält die Bedarfsbegründung für den OTB für nicht tragend und bestätigt deshalb den Baustopp. "Das OVG teilt damit das wichtigste Argument des BUND gegen das Offshore-Terminal Bremerhaven", so BUND-Geschäftsführer Martin Rode in einer ersten Reaktion auf das soeben veröffentlichte Urteil, und weiter: "Dieser Offshorehafen im geschützten Bremerhavener Weserwatt ist - anders als es der Senat behauptet - in keiner Weise mehr mit dem Umschlag von Windkraftanlagen auszulasten. Alle Gutachten des Senats können über diese offensichtliche Wahrheit nicht hinwegtäuschen." Mit dem Kernargument des fehlenden Bedarfs hat der BUND schon seit 2014 ein politisches Umdenken eingefordert.

Die Entwicklungen in der Windkraftbranche der letzten Monate unterfüttern nur noch die spätestens seit Sommer 2015 überdeutlich erkennbare Problematik, als Siemens seine Standortentscheidung für das neue Werk für Offshore-Turbinen zugunsten von Cuxhaven gefällt hat. Es wird nun höchste Zeit, die 180 Mio. Euro Investitionsmittel für den OTB zu nutzen und sinnvolle Alternativen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Bremerhaven zu entwickeln. Das sollten solche sein, bei denen die Naturschätze in der Bremerhavener Wesermündung nicht wieder zur Disposition gestellt werden. Ungeachtet dessen wird die Energiewende weitergehen und Offshore-Wind seinen Anteil daran haben. Wenn es gut geht, werden auch die verbliebenen Bremerhavener Gondelproduzenten ihren Anteil daran haben. Den OTB brauchen sie dafür aber nicht. Sie verfügen über Schwerlastkajen direkt vor den Werkshallen. "Es ist wichtig, dass das OVG klar gestellt hat, dass die Zerstörung der wertvollen Lebensräume des Bremerhavener Weserwatts durch den Bau des OTB aufgrund der strengen Anforderungen des europäischen Naturschutzrechts nicht zu rechtfertigen ist," so BUND-Sprecher Rode.

Rückfragen: Martin Rode, 0171 3354 500




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