28. Januar 2017

Kohltour mal anders – Müll sammeln statt ihn zu hinterlassen

Fotos: Leandro Fangmann

Müll sammeln statt ihn zu hinterlassen, so lautete das Motto der heutigen Kohltour des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und der BUNDjugend. Auf der Tour entlang des Werdersees fanden anstatt  der bekannten Kohltour-Spielchen Müllsammel-Spiele statt und so wurde das Ufer des Werdersees vom Müll befreit. Im Anschluss gab es ein leckeres veganes Kohlgericht im Kukoon (Kulturkombinat offene Neustadt) am Buntentorsteinweg. Mit der Tour sollte nicht nur auf die Müllproblematik hingewiesen werden, sondern auch aktiv der Eintrag des Mülls in die Weser und damit in die Meere verringert werden. „Die Kohltoursaison ist im vollen Gange und die Auswirkungen auf das Ufer des Werdersees konnten wir auch heute wieder deutlich sehen“, meint Sandra Enke von der BUNDjugend. Achtlos hingeworfener Müll, vor allem leere Glasflaschen und Plastikbecher, liegen auf den Wegen, im Gebüsch und auch halb im Wasser.

Dr. Dorothea Kohlmeier vom BUND-Meeresschutzbüro meint dazu: „Vor einigen Jahren haben wir die saisonalen Veränderungen der Zusammensetzung des angeschwemmten Mülls an der Weser untersucht. Die Kohltoursaison konnten wir dabei deutlich erkennen.“ Der Weg vom Werdersee in die Weser ist kurz und von dort wird der Müll auch in die Meere gespült, wo er sich ansammelt und für viele Meeresorganismen eine Gefahr darstellt. Jährlich landen etwa 10 Millionen Tonnen Müll in den Weltmeeren. Damit dies in Zukunft nicht mehr so ist, setzt der BUND auf Informations- und Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsame Müllsammelaktionen. Die heutige „Kohltour mal anders“ kombinierte dies mit einer ordentlichen Portion Spaß. „Uns war es wichtig bei den anderen Kohltouren ein Bewusstsein für die Müllproblematik zu schaffen,“ sagt Melanie Rotter von der BUNDjugend, „aber auch der Spaß sollte nicht zu kurz kommen!“. Sandra Enke ergänzt: „Wir haben uns sehr über das Interesse an der Tour und die große Resonanz gefreut.“. Es haben 32 Personen teilgenommen und insgesamt 15 Müllsäcke mit gesammeltem Müll gefüllt. „Wir haben gezeigt, dass es auch anders geht und damit die Weser und Nordsee vor Müll geschützt. “ freut sich Dorothea Kohlmeier.

Rückfragen:  Dr. Dorothea Kohlmeier




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