14. März 2017

Reines Bier, reines Wasser?

Im Rahmen des Weltwassertags am 22.3. bietet die Union Brauerei gemeinsam mit dem Wasserforum Bremen eine Brauereiführung und Bierverkostung an. Denn Wasser ist unser Lebensmittel Nummer eins, wir brauchen es aber auch für viele andere Belange, z.B. für die Herstellung von Bier. Hier spielt die Wasserqualität eine große Rolle. Bei der Führung werden die unterschiedlichsten Aspekte des Bierbrauens in Verbindung mit Wasserthemen beleuchtet. Anschließend darf die Vielfalt des Bieres verkostet werden. 

Wann: 22. März, 18 Uhr (Dauer ca. 1,5 Stunden)

Wo: Freie Brau Union Bremen, Theodorstraße 12, 28219 Bremen

Kosten: 5,- € (inklusive 4x 0,1 l Craft-Bier oder 1x 0,4l Softgetränk)

Anmeldung über Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), info@bizme.de oder T. 0421-171910 

Mehr Infos unter: www.wasserforum-bremen.de 

Wie viel Wasser benötigt man überhaupt für die Produktion von einem Liter Bier? Dafür reicht nicht nur der eine Liter, es werden etwa 300 Liter gebraucht. Das ist der sogenannte Wasserfußabdruck, den jedes Produkt hat. Zu dem Wasserfußabdruck von Bier zählt beispielsweise auch die Produktion von Malz und Hopfen. Für den Anbau von Getreide und Hopfen werden Dünge- und ggf. Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die über den Boden auch ins Grundwasser oder Oberflächengewässer und somit in den Wasserkreislauf gelangen. Dieser Gesichtspunkt wird ebenfalls im Wasserfußabdruck berücksichtigt.  Dafür muss in der Landwirtschaft in unseren Breitengraden, wo es relativ viel regnet, wenig bewässert werden. 

Das sieht in trockenen, regenarmen Regionen ganz anders aus. Beispielsweise führt der intensive Obst- und Gemüseanbau in Südspanien zu Schwierigkeiten in der Wasserversorgung für die dortige Bevölkerung. Aufgrund des sinkenden Grundwasserspiegels wird das Wasser knapp und es müssen immer tiefere Brunnen gebohrt werden. Das eigene Einkaufsverhalten beeinflusst also indirekt über den Wasserfußabdruck die Wasserknappheit in anderen Ländern. Das Motto ist deshalb möglichst saisonal, regional, bio und fair einzukaufen, so wird der eigene Wasserfußabdruck verringert und zudem das Klima geschont, meinen die Mitglieder des Wasserforums Bremen. Das Wasserforum setzt sich für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser – lokal und global ein und ist ein Zusammenschluss von Bremer Entwicklungs- und Umweltverbände, wie Robin Wood, biz, Borda, Unicef und BUND Bremen.

Ansprechpartnerin: Mareile Timm, BUND Bremen, Tel.: 0421 7900 244




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