26. September 2011
Welche Apfel- und Birnensorten wachsen in den Bremer Kleingärten? - BUND organisiert Apfeltage in den Kleingartengebieten
Von: Heike Schumacher
Knallrot ist der Apfel, sein Fruchtfleisch weiß und saftig. Er schmeckt nicht nur gut und ist sehr gesund, er eignet sich auch vorzüglich zum Kuchenbacken und liefert jede Menge köstlichen Saft. Doch das Wissen um alte Apfelsorten ist verloren gegangen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) möchte es wieder auffrischen.
Deshalb organisiert der BUND in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Gartenfreunde in diesem Jahr Apfeltage in den Kleingartengebieten Findorff, Schwachhausen und auf dem Stadtwerder. Dabei können Kleingärtner und andere Interessierte ihre Apfelsorten aus dem eigenen Garten bestimmen lassen, Apfelsorten probieren oder Obstbäume bestellen.
Wenn Sie Ihre Apfelsorte nicht kennen, bringen Sie ihre Gartenäpfel einfach mit. Dazu brauchen wir mindestens drei bis fünf typische Äpfel mit Stiel und Blättern. Bitte keine Äpfel, die im Schatten gewachsen sind, auswählen, denn ihnen fehlt die typische Färbung. Der Unkostenbeitrag beträgt 2 €/Sorte. Der renommierte Apfelexperte (Pomologe) Andreas Kallwitz bestimmt Ihre Apfelsorten. Er unterstützt den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seit vielen Jahren bei der Pflege von Streuobstwiesen in Bremen-Nord. Andreas Kallwitz ist neben alten Apfelsorten auch an alten Birnensorten interessiert. Aktuell ist er auf der Suche nach Hellmanns Melonenbirne und der Hannoverschen Jakobsbirne. Beide kamen früher häufig in Bremer Kleingärten vor, sind aber bis heute verschollen. Sollte jemand diese Sorten oder auch andere interessante Obstsorten haben, bitte beim BUND melden. Der Apfelkenner würde interessante Obstsorten auch gerne vor Ort aufsuchen, wenn die Obstbäume mindestens 50 Jahre alt sind.
Termine der BUND-Apfeltage in verschiedenen Kleingartengebieten:
Donnerstag, den 6. Oktober von 17-19.00 Uhr
FINDORFF- Kleingartenverein Eiche, Am Neuwerk 6, 28219 Bremen
Freitag, den 7. Oktober 2011 von 16.30-18.30 Uhr
STADTWERDER – Kleingartenverein Beim Kuhhirten, Auf den Bleichen 15, 28201 Bremen
Dienstag, den 11.Oktober, 17-19 Uhr
SCHWACHHAUSEN- Kleingartenverein Kornblume, Bayernweg 105, 28213 Bremen
Wenn Sie an den genannten Terminen keine Zeit haben, können sie auch ihre Apfelsorten in die BUND-Geschäftsstelle abgeben (am besten in einer Papiertüte, mit Adresse und Telefonnummer) Gegen einen Unkostenbeitrag von fünf Euro wird Ihnen das Ergebnis telefonisch vom Obstexperten mitgeteilt.
BUND-Geschäftsstelle, Am Dobben 44, 28203 Bremen, Tel.: 79002-0
Öffnungszeiten: montags- donnerstags 9.15 - 18.00 Uhr
freitags 9.15 - 16.30 Uhr
An den Apfeltagen in den Kleingartengebieten ist Probieren erwünscht. Vielleicht finden Sie eine alte, lokale Apfelsorte wieder, die Ihnen als Kind besonders gut geschmeckt hat und die sie gerne in ihrem Garten pflanzen möchten. Der BUND unterstützt sie dabei und organisiert eine Obstbaumsammelbestellung, die so organisiert wird, dass die bestellten Obstbäume Mitte November bei den einzelnen Vereinsheimen zur Abholung bereit liegen.
Der BUND begrüßt es, wenn Sie Hochstamm- Obstbäume pflanzen, denn diese bieten Vögeln einen wichtigen Lebensraum.
Damit der gepflanzte Obstbaum gut wächst und gedeiht, bietet der BUND eine Fortbildung zur Obstbaumpflege an. Die Fortbildung umfasst 20 Stunden und kostet 35 Euro. Neben dem Erziehungsschnitt, Auslichtungs- und Verjüngungsschnitt und der Kunst des Veredelns geht es auch um Baumgesundheit, Nützlinge, Schädlinge und vieles mehr. Die Veranstaltung ist auf fünf Samstage verteilt und findet in den Vereinsheimen der Kleingartengebiete und im Flor-Atrium statt. Sie beginnt am Samstag, den 29. Oktober, die folgenden Schulungstage finden im Dezember 2011 sowie Februar, März und Mai 2012 statt.
Die Apfeltage werden im Rahmen des BUND Projektes „Biologische Vielfalt in Kleingärten stärken“ vom Senator für Bau, Umwelt und Verkehr (SUBV) in Bremen, der Karl Kaus Stiftung für Tier und Natur sowie der Stiftung NordWest Natur unterstützt.
Rückfragen: Heike Schumacher, Tel: 7900256