3. April 2017

WeserputzICH: Vom Winde vermüllt… aber nicht ins Meer!

Bei der „Bremen räumt auf.“ Sonderaktion „WeserputzICH“ sammelten knapp 60 aktive Bremer*innen mit Unterstützung des BUND-Meeresschutzbüros 155 Säcke Müll aus unmittelbarer Umgebung der Weser und leisteten so eine aktiven Beitrag für den Schutz der Meere. „Auch wenn Bremen fast 100 km vom Meer entfernt ist, ist unsere Stadt über die Weser direkt mit der Nordsee und so auch mit den Weltmeeren verbunden. Müll, der hier - vor allem in den wesernahen Stadtgebieten - auf der Straße landet, kann schnell in die Weser geweht oder gespült werden und so ins Meer gelangen“, erklärte Dr. Dorothea Kohlmeier vom Meeresschutzbüro des BUND auf der Fahrt vom Martinianleger Richtung Überseestadt. „Jährlich werden weltweit ca. 10 Millionen Tonnen Müll in die Meere eingetragen, wobei ein Großteil davon über die Flüsse und den Wind vom Inland ins Meer gelangt.“

Nach der informativen Fahrt auf der Weser ging die erste Gruppe am Lankenauer Höft zur Müllsammlung an Land, während die zweite Gruppe weiter zur „Weichen Kante“ in der Überseestadt fuhr, um dort den von der Weser angeschwemmten Müll zu sammeln. Auf der Rückfahrt fanden eine kurze Auswertung des Mülls sowie ein Erfahrungsaustausch statt. Während die Gruppe am Lankenauer Höft eher kleineren im Spülsaum der Weser liegenden Müll gesammelt hatte, wurden in der Überseestadt vor allem viele Folien und Planen gefunden. Dazu meint Dorothea Kohlmeier: „Bei einer BUND-Studie des Wesermülls von 2012-2014 haben wir mehr als ein Drittel des Mülls dem Baugewerbe zuordnen können. Eine Bessere Sicherung von Folien und Planen auf Baustellen könnte den Eintrag von Müll deutlich reduzieren.“ Aber auch viel Alltagsmüll wurde gefunden. „Gerade jetzt, wo das Wetter wieder wärmer wird, sind viele Menschen draußen und lassen leider immer noch ihren Müll liegen. Den finden wir dann in der Weser wieder.“

Zurück am Martinianleger wurde der gesammelte Müll in eine gut 3m hohe Müllsäule gefüllt und präsentiert. An einem Informationsstand gab es weitere Informationen zur Vermüllung der Meere und wie sie vermieden werden kann. „Besser ist es, wenn der Müll gar nicht erst entsteht. Dies kann zum Beispiel durch den Umstieg von kurzlebigen To-go-Verpackungen auf gut durchdachte Mehrwegverpackungen vermieden werden.“

Rückfragen:  Dr. Dorothea Kohlmeier, BUND-Meeresschutzbüro  




  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
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