Was ist der Strahlenpass?

Der Strahlenpass bescheinigt, dass eine Wohnung oder ein Gebäude strahlungsreduziert ist. Die Besitzer dieser Wohnung oder des Gebäudes können so öffentlich dokumentieren, dass sie sich mit der umfangreichen Materie elektromagnetischer Strahlung kritisch auseinandergesetzt haben und das sie jetzt verantwortungsvoll mit dieser Technik umgehen wollen. Sie können den Strahlenpass in Din A4 oder Din A3 an ihre Tür hängen.Es gibt Vorsorgeempfehlungen verschiedener Organisationen wie man die gesundheitsschädlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder verringern kann. Der Pass bescheinigt, dass die Vorsorgeempfehlungen in diesem Gebäude, bzw. in der Wohnung umgesetzt wurden.

Zweck des Strahlenpasses

Der Arbeitskreis zum Schutz vor Elektrosmog beim BUND-Bremen möchte den interessierten Menschen eine Anleitung geben, wie Funk- und elektronische Geräte und Anlagen gesundheitsschonender eingesetzt werden können.

Er möchte erreichen, dass mehr und mehr Menschen die Gefahren und Risiken erkennen und bereit sind, die Nutzung zu beschränken oder sogar darauf zu verzichten und dies auch öffentlich zu dokumentieren. Darüber hinaus erleichtert der Strahlenpass an der Wohnungstür das Gespräch mit den Nachbarn über die gesundheitlichen Risiken elektrischer Geräte, insbesondere der funktechnischen Geräte. So können Nachbarn angeregt werden gegebenenfalls die eigenen elektromagnetischen Felder zu reduzieren.  Im Laufe der Zeit können sich zuerst kleinere und dann  immer größer werdende Wohn-Oasen bilden, die strahlungsreduziert sind, zum Wohle der ganzen Nachbarschaft.

Er ist nötig, weil die Strahlungsbelastung und Strahlungsdichte immer mehr zunehmen.
Kritische Wissenschaftler und Umweltmediziner warnen seit vielen Jahren vor den gesundheitlichen Risiken der heutigen Funktechnologie. „Die Gesundheit der Menschen nimmt Schaden durch die flächendeckende, unnatürliche Strahlung mit einer bisher nicht aufgetretenen Strahlungsdichte. Kurz- und langfristige Schäden sind absehbar...“(Fazit aus dem BUND-Positionspapier: Für zukunftsfähige Funktechnologien) 2008 richtete das russische Strahlungsschutzkomitee mit folgenden Worten einen weltweiten Appell an alle Regierungsbehörden: „Die Gesundheit der nachfolgenden Generationen ist in Gefahr. Zum ersten Mal in der Geschichte sind die meisten Kinder und Jugendlichen einem ständigen Einfluss elektromagnetischer Felder durch Mobilfunktelefone ausgesetzt. Sie haben jedoch einen viel empfindlicheren Organismus als Erwachsene und werden wesentlich länger Mobiltelefone nutzen als dies die heutigen Erwachsenen tun werden.“ Die Appelle und Warnungen blieben folgenlos.
Die Belastung der Bevölkerung durch elektromagnetische Wellen nimmt stetig zu. Zu den Mobilfunk-Sendern, Handys und Smartphones etc. gesellen sich Geräte in der Wohnung: WLAN und das DECT- Schnurlos-Telefon und andere Funkanwendungen finden sich heute fast in jeder Familie, oft strahlt auch noch ein DECT-Babyphon im Kinderzimmer.
Und so richtig Bescheid weiß kaum jemand.

Der Stand des Wissens in der Bevölkerung zu diesem komplexen Thema ist gering. Durch gezielte Werbung werden ein unbefangener und sorgloser Umgang mit dieser Technologie gefördert und immer neue Wünsche geweckt. Über die gesundheitlichen Gefährdungen wird jedoch weitgehend geschwiegen, auch das Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm gibt Entwarnung.
Fortschritt, aber wie?

So fühlen sich die aufgeschlossenen Bürger im Zwiespalt. Auf der einen Seite erleichtern viele elektrische Geräte den Alltag und man möchte nicht darauf verzichten. Andererseits mehren sich die Hinweise auf gesundheitliche Risiken dieser Geräte. Es ist aber möglich mit diesen Geräten eigenverantwortlich so umzugehen, dass gesundheitliche Risiken vermindert werden.
Durch bessere Informationen und durch das Überprüfen ihrer Wohnung auf Strahlungsquellen anhand der Checkliste können Sie die Strahlungsbelastung in ihrem Zuhause reduzieren.
...mal ganz abschalten!

Wie erhält man den Strahlenpass?

Anhand der Checkliste überprüfen Sie selbst die mögliche Elektrosmog-Belastung ihrer Wohnung, bzw. ihres Gebäudes.
Sie verpflichten sich freiwillig :

  • starke und dauerhafte Elektrosmog-Quellen zu vermeiden oder nur in Ausnahmefällen zu nutzen. Zum Beispiel: Nachts das Handy und den Computer ausschalten. 
  • eine gesundheitsverträglichere Technik zu installieren. Zum Beispiel:  W-Lan-Geräte durch Kabelverbindungen und Dect-Schnurlostelefone durch schnurgebundene Telefone ersetzen.
    Der Arbeitskreis zum Schutz vor Elektrosmog beim BUND Bremen (AK Elektrosmog) stellt den Strahlenpass gegen eine Kostenbeteiligung (ca.12 € oder Spende ) aus. Darüber hinausgehende Spenden sind willkommen.

Unabhängig vom Erhalt des Strahlenpasses können Sie zur messtechnischen Abklärung der Belastungsverhältnisse in Ihrer Wohnung/Gebäude einen Baubiologen oder Messtechniker, der über eine fundierte Ausbildung zu elektromagnetischen Feldern und ihrer gesundheitlichen Auswirkungen verfügt, hinzuziehen. (Gegen Berechnung)



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