Klimaschutz in Bremen

Klimawandel und CO2-Ausstoß

Der Klimawandel gehört zu den größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts. Ergebnisse der Klimaforschung zeigen, dass der Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent sinken muss. Der Weltklimarat kommt in seinem aktuellen Bericht zu klaren Aussagen: Wenn wir nicht schnell handeln - die Emissionen von Treibhausgasen sind trotz aller Vereinbarungen und Abkommen die höchsten in der Geschichte der Menschheit, ist das politisch angestrebte 1,5-Grad-Ziel mit noch beherrschbaren Klimafolgen nicht einzuhalten und es wird zudem immer teurer. Es bedarf gewaltiger Anstrengungen und selbst bei einem optimistischen Szenario steht Bremen vor großen Herausforderungen, u.a. durch den Meeresspiegelanstieg.

Die Situation in Bremen

Mit dem Klimaschutz- und Energieprogramm 2020 wurden im Jahre 2009 vom bremischen Senat ambitionierte Klimaschutzziele - eine Reduktion von 40 Prozent im Vergleich zu 1990 - beschlossen. Heute ist allerdings schon klar, dass Bremen dieses Reduktionsziel bis 2020 um Längen verfehlen wird. Bis jetzt wurden bis 2013 nur 7,4 Prozent im Vergleich zu 1990 Verringerung erreicht. Der BUND Bremen fordert ein schlüssiges Senatsprogramm und eine effektive Umsetzung des bremischen Klimaschutz-Gesetzes.

Die Herausforderungen für die bremische Politik und für uns alle sind enorm. Um die Zielmarke von 40 Prozent zu erreichen, müssen die CO2-Emmissionen nun jedes Jahr im Durchschnitt um fünf Prozent sinken. Dies ist nur zu erreichen, wenn für jedes Ressort klimaschutzpolitische Zielvorgaben festgelegt und vor allem eingehalten werden.

Insgesamt hat Bremen 2013 die riesige Menge von etwa 6,3 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen. Nimmt man die Stahlwerke hinzu, wächst die Menge nochmals um über 5 Mio. Tonnen auf über 11,6 Mio. Tonnen CO2 an. Alle Sektoren - von der Stromerzeugung, der Industrie, dem Verkehr bis hin zum Gebäudebestand und -neubau - haben noch Einsparpotential und müssen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eine wirksame Klimaschutzpolitik muss neben klar definierten Zielen unbedingt auch Konsequenzen im Falle einer Verfehlung festlegen.

Die eigene Klimabilanz verbessern

Mit über 10 Tonnen pro Kopf und Jahr trägt jede Bremerin / jeder Bremer zum Klimaproblem bei. Tatsächlich dürften wir pro Kopf mittel- bis längerfristig jährlich nur 2,5 Tonnen CO2 ausstoßen, um unter der so wichtigen Grenze von 1,5 Grad Celsius zu bleiben. Wird diese Grenze überschritten, so werden die Klimarisiken - auch für uns hier - unkalkulierbar. Daher gilt für uns alle im Sinne einer klimagerechten Welt, bei sich selber anzufangen und den eigenen ökologischen Fußabdruck (weiter) zu verkleinern, sei es, indem das eigene Haus gedämmt oder eine Solaranlage installiert, im Urlaub mit Bus, Bahn oder Auto gereist oder mehr vegetarisch gekocht wird.



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