Klimatipps für jeden Tag

Klimaschutz geht uns alle an: Jeder kann im Alltag einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, etwa im Haushalt oder bei der Wahl seines Fahrzeuges. Jeder von uns verursacht pro Jahr eine durchschnittliche CO2-Emission von etwa 11 Tonnen.

Gutes Klima für alle


Der Anteil CO2-Ausstoß nach den einzelnen Verursachern 
(Quelle: Ifeu Institut Heidelberg)

Wollen Sie ihre persönliche CO2-Bilanz errechnen, hilft Ihnen der Rechner des ifeu-Institutes weiter.

Strom 
(0,75 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr)

Stromsparen ist eine Möglichkeit zum Klimaschutz beizutragen. Jede eingesparte Kilowattstunde spart im Bundesdurchschnitt 541 Gramm Kohlendioxid (CO2) – in Bremen sind es durch die Kohlekraftwerke 862 g CO2/kWh, in Bremerhaven 569 g CO2/kWh. Das Beziehen von Ökostrom ist hier die klimafreundlichste Variante.

Stand-by von Fernsehen, PC & Co

Eine Familie zahlt oft 80 Euro und mehr im Jahr allein für die Stand-by-Funktion ihrer Elektrogeräte. Den Aus-Knopf drücken oder schaltbare Steckerleisten anschaffen hilft Strom zu sparen. Ohne Stand-by könnten in Deutschland zwei Großkraftwerke eingespart werden.

Leuchtmittel

Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80% weniger Energie als eine herkömmliche Glühbirne und sind daher vor allem in häufig genutzten Räumen sinnvoll. Die Quecksilbergehalte in Energiesparlampen müssen von den Herstellern weiter reduziert werden. Durch geeignete Rücknahmesysteme im Handel muss sichergestellt sein, dass die ausgedienten Lampen als Sondermüll erfasst werden. An einen Umstieg auf Energiesparlampen sind außerdem zusätzliche Anforderungen zur Vorsorge vor elektromagnetischer Strahlung zu stellen. In Bremen können ausgediente Energiesparlampen bei den Recyclinghöfen abgegeben werden.

Die Zukunft gehört allerdings LED LEuchtmitteln, die sehr langlebig sind jedoch noch nicht über sämtliche Lichtfarben verfügt. Ihr großer Vorteil sie enthält kein Quecksilber und ist weitgehend flackerfrei.

Küche

Mit effizienten Geräten beim Kühlen (Energielabel A+++), Kochen und Backen (Energielabel A) lassen sich bei Neuanschaffungen ohne großen Aufwand einige Euro und viel Strom im Jahr einsparen.
 Siehe auch: www.ecotopten.de

Wasser- und energiesparende Waschmaschine

Wäsche waschen

Wäsche ist heute meist nur leicht bis normal verschmutzt und wird auch bei niedrigeren Waschtemperaturen (hygienisch) sauber. Bei einem Temperaturwechsel von 60 Grad auf 40 Grad können je nach Alter der Waschmaschine pro Waschgang rund 45% des Stroms eingespart werden, bei einem Wechsel von 40 Grad auf 30 Grad sind es zwischen 30 und 40%. Am effizientesten ist die Waschmaschine, wenn sie voll ist. Eine Vorwäsche ist nur bei stark verschmutzter Wäsche sinnvoll.

Mittlerweile gibt es Waschmittel, die das Wäsche waschen schon ab 20 Grad ermöglichen. Achten Sie beim Kauf einer neuen Waschmaschine auf das Energielabel A.

Wäsche trocknen

Wäsche ist nach dem Einsatz im Trockner schnell bereit, aber verbraucht viel Energie – im Durchschnitt etwa dreimal so viel wie eine Waschmaschine. Wäschetrockner mit Wärmepumpe erreichen Energieeffizienzklasse A. Kondensations- und Ablufttrockner (Energieeffizienzklasse C) verbrauchen wesentlich mehr Strom, somit rechnet sich ein teurer Wäschetrockner der A-Klasse schon nach etwa 5 Jahren (Vergleich: www.ecotopten.de). Am umweltfreundlichsten ist aber nach wie vor die gute Wäscheleine. 


Badezimmer

Kurz duschen statt baden, spart Wasser und Energie für die Warmwasserbereitung.

Elektronisches Thermostatventil

Heizung 
(1,97 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr)

Die Wohlfühltemperatur unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, manche mögen es wärmer, manche kühler. 20 bis 21 Grad Celsius ist im Wohnzimmer für viele angenehm, das Schlafzimmer darf gerne kühler sein. Im Urlaub oder in der Nacht lässt sich die Raumtemperatur sogar noch weiter senken.

Jedes Grad weniger spart 6% Heizenergie. Verwenden Sie Thermostatventile, sie halten die Temperatur konstant. Damit lassen sich 4 - 8% der Heizenergie einsparen. Kurz und kräftig lüften, statt Fenster gekippt lassen, da ansonsten unnötig Energie verbraucht wird. Vor dem Lüften die Heizung ausstellen. Mit einem "Heizcheck" lässt sich der Energieverbrauchskennwert ermitteln. Dieser besagt, wie hoch der jährliche Heizenergiebedarf des Gebäudes pro Quadratmeter Wohnfläche ist.

Klimaschutz im Einkaufswagen 
(1,65 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr)

Bereits beim Einkaufen können Sie ganz einfach Ihre CO2 Bilanz in der Ernährung verringern.

Mehr Gemüse und weniger Fleisch hilft dem Klima

Tierische Lebensmittel haben eine schlechte Klimabilanz. Für Fleisch oder Wurst ist ein Vielfaches an Energie, Ackerfläche und Dünger nötig - im Vergleich zu Freilandgemüse.

Bio is(s)t besser: Bevorzugen Sie biologisch erzeugte Lebensmittel (aus der Region)

Die ökologische Landwirtschaft verursacht etwa 15 bis 20 Prozent weniger Treibhausgase als konventionelle. Denn der Ökolandbau verzichtet auf künstliche Dünger, deren Herstellung viel Energie benötigen. Die Futtermittel in der konventionellen Landwirtschaft sind oft weit gereist, beispielsweise Soja aus Brasilien, für dessen Anbau zusätzlich oft Urwald gerodet wird.

Regional und saisonal ist klimafreundlich

Im Winter eingeflogene Erdbeeren? Im Hinblick auf die Klimabilanz ist dies erschreckend. Achten Sie beim Einkaufen von Gemüse und Obst auf die Jahreszeit. Auf Wochenmärkten finden Sie oft ein besseres Angebot. Vielleicht entdecken Sie dort sogar den Bremer Scherkohl, eine leckere und vitaminreiche Blattkohlart aus unserer Region. Aber Vorsicht bei Äpfeln aus Deutschland, die Sie bis in den Frühling hinein bei uns kaufen können: Diese werden häufig im Kühlhaus gelagert, was eine Menge Energie verbraucht.

Umweltfreundlicher und nachhaltiger Konsum (2,75 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr)

Wer sich bewusst zum nachhaltigen Konsum bekennt, leistet einen Beitrag zum Schutz des Klimas. Der nachhaltige bzw. umweltfreundliche Konsum ist facettenreich, denn es fängt schon bei der Entscheidung Online- (im Internet) oder Offline-Einkauf (Einzelhandel) an.

Online-/Offline-Einkauf

Welche der beiden Methoden eine bessere Klimabilanz bewirkt, hängt zum größten Teil vom Verbraucherverhalten ab. Denn der Versandhändler hat geringere Heiz- und Stromkosten bei der Aufbewahrung (große Hallen). Ein hoher Stromverbrauch entsteht durch Computer und Server. Beim Einzelhandel schlägt die Beleuchtung negativ auf die Ökobilanz, doch bei Ihnen entfällt der Versand. Also kommt es auf den Kunden an. Beim Offline-Einkauf hängt es von der Mobilität (Wie lang und womit die Strecke bewältigt wird) ab. Beim Online-Einkauf schlägt die Versandart zu buche (besser Standard als Express) und wie oft man ein Produkt zurückschicken lässt. Ein Einkauf beim lokalen Händler mit dem Fahrrad oder zu Fuß schneidet von der Ökobilanz her besser ab als beim Onlineversand. Aufgrund dessen sollte man nur im Internet Waren bestellen, die man nicht in der Nähe besorgen kann.

Gebrauchtwaren

Gebrauchtwaren, anstatt neue Produkte zu kaufen, bringen aus ökologischer Sicht Vorteile. Wer Kleidung aus Second-Hand Läden oder Sachen vom Flohmarkt kauft verlängert ihre Lebensdauer und dadurch werden Emissionen vermieden. Ganz nach diesem Motto kann man Kleidertauschpartys veranstalten. Dies ist so ähnlich wie beim Flohmarkt. Die Kleidung kann direkt getauscht oder mit Tauschmarken organisiert werden. Eine andere Variante bietet ein Umsonstladen. Sachen die Sie nicht mehr brauchen und nicht in den Müll schmeißen wollen, können Sie dort hin bringen.

Gemeinsam vom Erzeuger kaufen

Öko-Produkte vom Bauern gemeinsam mit Freunden und Nachbarn kaufen. Durch die großen Mengen erhalten die Haushalte ihre Produkte günstiger und es entfällt die Gewinnspanne des Einzelhandels.  

Alte Handys recyceln

Es befinden sich nach Schätzungen noch tausende ungenutzte Handys in deutschen Haushalten. Diese Handys beinhalten viele seltene Metalle die für die Herstellung neuer Handys gebraucht wird. Also behalten Sie alte Handys nicht sondern geben diese zum Recycling bei den Herstellern oder bei den Recyclinghöfen ab oder verschenken Sie es.

Selber machen

Selbstgemachte Marmelade oder Gelee auf dem Frühstücksbrötchen schmeckt sehr gut, sondern spart lange Transportwege und hat noch mehr Vorteile. Es macht nicht nur Spaß und spart Geld, sondern schont auch die Umwelt. Tipps finden sich hier.

Taschen statt Tüten

10.000 Plastiktüten werden in Deutschland pro Minute verbraucht und 76 Plastiktüten verbraucht jede/r Deutsche im Jahr. Nur ein Bruchteil der Plastiktüten werden recycelt. Die meisten landen auf Mülldeponien, wo sie 100 bis 500 Jahre für den Zerfall brauchen. Außerdem ist die Herstellung von Plastiktüten energieintensiv und Rohstoffverschwendung (Rohöl). Mehrweg statt Einweg ist für die Umwelt besser. In sehr vielen Läden erhält die Kundin oder der Kunde umsonst und ungefragt Plastiktüten, wie in Kleidungs-, und Elektronikgeschäften oder auf dem Markt. Besser ist es sich eine eigene Tasche zum Einkauf mit zunehmen



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