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Grüne Inseln

Grüne Inseln im Stadtmeer

Trotz umfangreicher Flächenversiegelung bietet Bremen vielfältige Naturerlebnisse
Bis Bremen eine Großstadt wurde vergingen einige Jahrhunderte – und das Wachstum hält an. Die Ränder breiten sich immer weiter aus und drohen den die Stadt umgebenden, grünen Feuchtwiesenring zu verschlingen. Jedes Jahr wird eine Fläche von 100 – 150 Hektar versiegelt. Dies entspricht in etwa einer Fläche die so groß ist wie die des Bürgerparks und des Stadtwaldes zusammen.

Die Ausbreitung der Stadt ließ einige grüne Inseln stehen und so bietet Bremen bisher noch vielfältige Natur-Erlebnisse. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß kann man sandige Heiden, weite Wiesen, Wald und Feuchtgebiete genießen. Zum Erholungswert einer Großstadt leisten diese Naturflächen einen entscheidenden Beitrag.

Naturschutzgebiete

Das von der Bremer Naturschutzbehörde entwickelte Programm „Erlebnisraum Natur“ will zeigen, dass sich in den Naturflächen Bremens jedoch mehr als nur Ruhe und Erholung finden lässt. Bremens „grüne Inseln“ sind Heimat vieler Pflanzen und Tiere deren Formenreichtum und Schönheit es zu entdecken gilt. „Erlebnisraum Natur“ stellt hierzu allerlei Informationen bereit. Faltblätter zu Schutzgebieten und Tier- und Pflanzenarten, sowie Informationstafeln an Eingängen der Schutzgebiete zeigen was sich wo gut beobachten lässt. An mehreren Standorten stehen Beobachtungsstände, -hütten oder Aussichtstürme. Hier kann man die Natur und ihre Bewohner sehr gut beobachten, ohne sie zu stören.

Grüne Inseln auf den zweiten Blick

Grüne Inseln gibt es aber auch an ungewöhnlichen Stellen in der Stadt. Wer weiß schon, dass die Flora von Bahndämmen etwas ganz besonderes ist. Von den über 400 Pflanzenarten die dort vorkommen sind viele Spezialisten sandiger Trockenrasen, ein Lebensraum der in Deutschland gefährdet ist. Oder, wer würde vermuten, dass die Mülldeponie im Blockland die pflanzenartenreichste Fläche in ganz Bremen ist.

In dem Buch „Grüne Inseln im Stadtmeer – Natur-Reportagen aus Bremen“ wird eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Gebieten im Bremer Raum vorgestellt und Interessantes zu Landschaften, Tieren und Pflanzen berichtet. Es können grüne Inseln kennen gelernt werden wie: Borgfelder Wümmewiesen, Riensberger Friedhof, Hollerland, Siedenburg-Deponie, Blockland-Deponie, Knoops Park, Ufer der Lesum, Ökologiestation, Wätjens Park, Dunger See, Überseestadt, Golfplatz, Höpkens Ruh, Krietes Wald. Das Buch ist ein hilfreicher und inspirierender Führer, um die Faszination der Bremer Natur zu erleben.

Jedermann kann grüne Inseln schaffen

Eine grüne Insel aus dem Boden zu stampfen kann jeder und ist gar nicht so schwer. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Anlegen einer Wildblumeninsel auf einer Verkehrsinsel? Oder vielleicht einem grauen, traurigen Hinterhof mit etwas Grün Leben einhauchen? Sie könnten auch eine Tankstellen für Schmetterlinge eröffnen.



Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
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