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Ziegeninsel

Ziegen drängen die Vegetation zurück
Ziegen drängen die Vegetation für seltene Tiere und Pflanzen zurück

Ziegenprojekt auf der Weserinsel bei Lankenau

Größe: ca. 8 Hektar, davon 2 Hektar Sandmagerrasen

Die Sandflächen der Insel wurden im Jahr 2000 als Kompensation für die Zerstörung alter Sandspülfelder mit Sand von der Außenweser  aufgespült. Seit 2006 führt der BUND auf der Insel eine extensive Ganzjahresbeweidung mit einer kleinen Ziegenherde durch. Durch die Beweidung wirde verhindert, dass die Sandflächen durch Waldentwicklung zuwachsen. Zugleich halten die Ziegen Teilbereiche des Sandes durch Tritt und Scharren offen und sichern damit den Lebensraum für auf Sand spezialisierte Pflanzen und Tiere. Charakteristischer Brutvogel des Offenlandes ist derzeit der Austernfischer. In den ufernahen Bereichen brüten Stock- und Schnatterente sowie die Nilgans. Zur Zugzeit rasten regelmäßig Steinschmätzer auf den Sandflächen. Infolge der Insellage entfallen die sonst bei der Landschaftspflege mit Ziegen aufwändigen Zäunungen oder Hütungen. Diese Form einer ganzjährigen, extensiven Ziegenbeweidung ohne Zufütterung auf einer Flussinsel ist zurzeit bundesweit einmalig.

Das Ziegenprojekt war zunächst während der ersten drei Jahre ein überwiegend durch private Stiftungen, u.a. der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, gefördertes Modellprojekt und hat die gesetzten Ziele weitgehend erreicht. Zurzeit ist die Fortführung der Beweidung durch Mittel der WFB Wirtschaftsförderung Bremen als Kompensation für Baumaßnahmen in der Überseestadt gesichert.

Achtung! Der BUND sucht für dieses Projekt Unterstützer, die bei der Betreuung der kleinen Ziegenherde mithelfen. Voraussetzungen sind dabei praktische Erfahrung im Bootfahren mit Außenbordmotor (5 PS).



Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Ansprechpartner

Michael Abendroth
Tel. 0421 – 790020
michael.abendroth@bund-bremen.net

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