BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Der Unterlauf

Der Einfluss der Gezeiten an der flachen Nordseeküste und im Weserästuar hat die Entstehungsgeschichte der Geeste entscheidend geprägt. Mit dem weit hineindrückenden Flutwasser schwemmte großflächig Marschland auf.

v. l. n. r.: Geeste-Mündung Unterweser; Geeste-Unterlauf; Geeste-Unterlauf bei Niedrigwasser (c) alle drei I. Backhausen/ BUND; Exkursion (c) BUNDarchiv

Im Bereich der Stadt Bremerhaven sind von dem stark mäandrierenden Flusslauf mit ehemals fünf großen Flussschleifen noch drei vorhanden, doch sind die Ufer fast ausnahmslos verbaut.

Reichte damals der frei schwingende Gezeiteneinfluss bis weit in den Oberlauf, so verhinderte dies heute das Tidesperrwerk in Bremerhaven. Winterliche Überflutungen, die früher regelmäßig auftraten, werden seitdem nahezu vollständig unterbunden. Einen ersten Ersatzlebensraum hierfür bietet der Polder Bramel, der schnell zu einem Eldorado für Wasservögel und den Seeadler wurde. Als Jagdgebiet nutzen zum Beispiel Fischotter, Eisvogel und Teichfledermaus die Geeste. Daher gehört der Fluss in Teilen auch zum Fauna-Flora-Habiat- (FFH) Gebiet Nr. 187 „Teichfledermaus-Gewässer im Raum Bremerhaven/ Bremen“. Weitere Renaturierungsvorschläge des BUND Bremen sind „Randstreifenentwicklung im Geestebogen“, „Optimierung der Lebensraumbedingungen in den Seitengewässern der Geeste“ sowie die Durchgängigkeit zu diesen.

Quelle: http://www.bund-bremen.net/themen_und_projekte/naturschutz/flusslandschaft_geeste/der_unterlauf/