Andere Seen der Geesteniederung wie der Ringstedter See, der Altluneberger See, der Fleinsee und der Lavener See sind heute verlandet bzw. durch Wasserstandsabsenkungen insbesondere im Zuge von Gewässerausbau- und Meliorationsmaßnahmen trocken gefallen. Umso mehr stellt der verbliebene Sellstedter See und sein Umland ein besonderes Juwel dar für Pflanzen, Tiere und Menschen zugleich. Ein Teil des Gebietes ist als Fauna-Flora-Habitat- (FFH) Gebiete Nr. 21 „Sellstedter See und Ochsentriftmoor“ ausgewiesen.
Der rund 40 ha große Sellstedter See hat einen breiten Schilf- und Röhrichtgürtel und ist heute von Niedermoorgrünland, Hochstaudenfluren und Bruchwäldern umgeben.
Für nordische Schwäne und Gänse sowie andere Wasservogelarten hat er eine wichtige Bedeutung als Schlafgewässer. Fisch- und Seeadler jagen regelmäßig hier sowie an den Orten Polder Bramel und Polder Glies.