Der Autoverkehr ist in Bremen einer der Hauptverursacher von schädlichen Luftschadstoffen und Lärm. Breite und viel befahrende Straßen wirken negativ auf die Qualität von Wohn- und Arbeitsquartieren. Die Umgestaltung Bremens unter dem Paradigma der „Autogerechten Stadt“ hat ab den 60er Jahren vielerorts ganze Stadtstrukturen zerstört. Die Hochstraße am Bahnhof und das Hochstraßengeflecht, der B6 Oldenburger Straße, sind abschreckende Beispiele dafür, wie in Bremen große Flächen für den Autoverkehr geopfert wurden.
Die Vision einer autogerechten Stadt scheint aber noch nicht aus den Köpfen verschwunden zu sein. Immer noch sind Stimmen zu vernehmen, die Bremen „autofreundlicher“ machen wollen. Eine autofreundliche Stadt ist aber menschenfeindlich, denn den Menschen wird der Raum genommen. Spielen, Flanieren und verweilen ist in vielen Teilen der Stadt und sogar in Wohngebieten auf den Straßen heute fast undenkbar. Zu sehr dominiert die Maschine Auto.
Der BUND Bremen setzt sich daher für eine umwelt- und menschenfreundliche Gestaltung von Straßen und Verkehrsflächen ein und fordert eine Gesamtverkehrsplanung für Bremen, die alle Verkehrsträger gleichberechtigt berücksichtigt.