Fahrradparkplätze

Morgens zur Arbeit, nachmittags zum Einkaufen, abends ins Kino: Viele Bremer nutzen das Rad für ihre alltäglichen Fahrten. Kein Wunder, schließlich ist Radfahren nicht nur umweltfreundlich und günstig, sondern bei Strecken unter fünf Kilometern auch das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt. Damit dieser erfreuliche Trend nicht gebremst wird, muss die gesamte Stadt noch fahrradfreundlicher werden. Neben guten Wegen fürs Rad gibt es vor allem Bedarf an Möglichkeiten, Fahrräder vernünftig abzustellen.

In den Einkaufsstraßen, vor öffentlichen Einrichtungen und in den Wohngegenden der Innenstadt: Überall sieht man Räder an Laternen, Gittern und Schildern angeschlossen. Dies zeigt, dass es an geeigneten Fahrradstellplätzen fehlt. Eine gute Abstellanlage erfüllt folgende Kriterien: Das Fahrrad hat einen sicheren Stand an einem Metallbügel, hat Platz zum Ein- und Ausparken und Rahmen sowie Vorder- oder Hinterrad lassen sich anschließen. Gänzlich ungeeignet sind dagegen die altmodischen Fahrradständer vom Typ „Felgenkiller“. Sie schützen nicht vor Diebstahl, da nur das Vorderrad angeschlossen wird. Zudem entstehen allzu leicht Schäden an den Felgen wenn das Fahrrad umfällt.

Daher fordert der BUND auf die bisherige Lösung einer Stellplatzverordnung für Kraftfahrzeugsparkplätze gänzlich zu verzichten und stärker als bisher den Ausbau von Fahrradparkplätzen zu forcieren.

Kopenhagen machts vor. Flexibles Parken: 7-17 Uhr parken hier Fahrräder 17-7 Uhr Autos. (Quelle: copenhagenize.com)

Parkraum neu verteilen

Um die Fahrradparkplatznot in Bremen in den Griff zu bekommen, fordert der BUND, Fahrradabstellanlagen nicht auf den Bürgersteigen, sondern vielmehr dort einzurichten, wo heute Autos am Straßenrand parken. Das lohnt sich: Auf der Fläche eines Autostellplatzes finden schließlich acht bis zehn Räder Platz. Eine solche Umverteilung würde den öffentlichen Raum in der Stadt wesentlich effizienter nutzen. Statt teuren und ästhetisch fragwürdigen Betonpollern sollten künftig Fahrradbügel dazu genutzt werden, bestimmte Flächen vom Autoverkehr freizuhalten.

Möglich ist auch eine flexible Parkraumbewirtschaftung, wie beim so genannten  Parkplatz-Sharing, bei dem sich Auto und Fahrradfahrer zeitabhängig die Abstellmöglichkeiten teilen. Versuche zum Beispiel in Kopenhagen zeigen, dass diese Maßnahme wirkt.



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