Uranabbau

Der Uranabbau wird häufig vernachlässigt wenn es um die Gefahren der Atomkraft geht. Doch bei der Urangewinnung arbeiten die Menschen unter inhumanen Bedingungen, die Umwelt wird zunehmend zerstört und somit das dortige Leben direkt bedroht.
23 % des in deutschen Atomkraftwerken genutzten Urans kommen indirekt über Frankreich aus den Abbauhalden im Norden Nigers, der Rest aus Ländern wie Australien, Kanada oder Kasachstan. Zudem ist auch in Mali der Uranabbau geplant.


Umweltzerstörung durch Uranabbau

Eine vom Uranabbau betroffene Gegend ist Arlit im Norden Nigers, die alleine aufgrund des Abbaus erbaut wurde, damit die Minenarbeiter aus Niger und Frankreich dort wohnen können. In ihrem Umkreis wird schon seit 40 Jahren Uran im Auftrag des französischen Atomriesen Areva und seinen Tochterfirmen, den Minengesellschaften Somair und Cominak abgebaut. Hier erlebt man die anhaltende Umweltzerstörung: sinkender Grundwasserspiegel und Radioaktivität in der Luft, den Straßen und Häusern, da der Abraum ungeschützt gelagert wird. Immer mehr Kinder mit Missbildungen werden geboren und die Zahl der Fehlgeburten und Kindersterblichkeit erhöht sich drastisch. Außerdem erkranken überdurchschnittlich viele Menschen an Lungenkrebs und erleiden Nierenversagen. Dennoch plant AREVA, eine dritte Mine, 80 km südlich von Arlit, in Betrieb zu nehmen. Neben der radioaktiven Verseuchung gibt es auch noch ganz andere Probleme: die Urangewinnung benötigt mächtige Mengen Wasser. Die jetzigen Minen verbrauchen bereits mehr als fünf Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr – mitten in der Wüste. Nach der Nutzung ist das Wasser verseucht.Das Uran aus Niger gehen in erster Linie nach Frankreich und Japan, diese Länder exportieren es dann meist an andere Länder weiter.



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