Holzpelletheizung
Bei einer Holzpelletheizung dienen sogenannte Pellets als Brennstoff. Diese sind aus naturbelassenem Restholz wie Sägemehl oder Hobelspäne und werden ohne Zugabe von Bindemitteln unter Druck zu Holzpellets verdichtet. Bei Wärmeanforderung gelangen die Pellets über eine Förderschnecke in eine Brennerschale und werden durch einen Heizstab oder Heißluftgebläse erwärmt. Dabei wird ein Holzgasgemisch freigesetzt, das sich entzündet und so für Wärme sorgt.
CO2-Bilanz: Holzpellets werden als CO2-neutral bezeichnet, da bei der Verbrennung der Pellets nur die Mengen an CO2 freigesetzt werden, die der Baum zuvor während des Wachstums aufgenommen hat. Durch das Umstellen von einer Heizöl- auf eine Holzpelletheizung kann der CO2-Ausstoß in einem Einfamilienhaushalt um rund 5 Tonnen pro Jahr und bei Austausch einer Gasheizung um 2,5 Tonnen pro Jahr reduziert werden.
Ökonomie: Die Anschaffungskosten einer Holzpelletheizung sind höher als bei einer Gas- oder Ölheizung. Beim derzeitigen Stand kostet eine Pelletheizung je nach Leistung zwischen 5.000€ bis 15.000€. Der Preis der Pellets entwickelt sich weitgehend unabhängig von den Gas- und Ölpreisen und ist zudem relativ stabil und günstig. Dadurch sind die Betriebskosten sehr viel geringer und die Holzpelletheizung wird wirtschaftlich.
Mehr lesen zu den Vor-und Nachteilen einer Holzpelletheizung: Holzpelletheizung-Vorteile-Nachteile (PDF)
Pflanzenöl-BHKW
Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) produziert nicht nur Wärme, sondern auch Strom und arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Ein Verbrennungsmotor treibt dabei einen Generator an, der elektrische Energie erzeugt. Die bei diesem Prozess anfallende Wärme am Motor und Generator wird zu etwa 90 % genutzt und direkt in das Wärmenetz des Gebäudes eingespeist. Mögliche Brennstoffe sind: Holzpellets, Erdgas, Flüssiggas, Pflanzenöl, Heizöl und Biodiesel.
CO2-Bilanz: Pflanzenöle aus einer nachhaltigen Produktion sind CO2-neutral, d. h. bei der Verbrennung wird nur die Menge an CO2 freigesetzt, die während der Vegetationsphase von der Pflanze absorbiert wurde. Blockheizkraftwerke können gegenüber der herkömmlichen Kombination von lokaler Heizung und Strom aus dem Kraftwerk bis zu 40% Primärenergie einsparen.
Ökonomie: Dank der dualen Produktion von Strom und Wärme weist das Blockheizkraftwerk einen höheren Wirkungsgrad auf, als normale Öl- oder Gasheizungen, wodurch Energiekosten gesenkt werden können. Weiterhin fällt das Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk unter das Erneuerbare Energien Gesetzt (EEG): www.eeg-aktuell.de wird also gesetzlich gefördert, sofern der Biobrennstoff aus einer nachhaltigen Produktion stammt. Für einen Verbraucher lohnt sich der Kauf eines Blockheizkraftwerks, wenn er Strom und Wärme gleichzeitig benötigt. Beispiele sind Altersheime, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude, Schwimmbäder und Sportstätten sowie Industriezonen mit Wohngebieten in ihrer Nähe.
Mehr lesen zu den Vor- und Nachteilen eines (Pflanzenöl-) Blockheizkraftwerks: Pflanzenöl-BHKW-Vorteile-Nachteile (PDF)
Wärmepumpen
Eine Wärmepumpe wandelt Wärme niedriger Temperatur in Wärme hoher Temperatur um. Dies geschieht in einem geschlossenen Kreislauf durch ständiges Ändern des Aggregatzustandes des Arbeitsmittels (Verdampfen, Komprimieren, Verflüssigen, Expandieren). Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung des Hauses - Erdreich, Wasser oder Luft - Wärme und gibt diese plus der Antriebsenergie in Form von Wärme an den Heiz- und Warmwasserkreislauf ab.
CO2-Bilanz: Eine Wärmepumpe mit der Wärmequelle "Erdreich" kann bei einem Jahresverbrauch einer Ölheizung von 20.000 kWh 3.200 kg CO2 einsparen. Somit leisten Wärmepumpen einen wichtigen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und tragen damit effektiv zum Klimaschutz bei. In Bremen wird der Einsatz einer Wärmepumpe jedoch nicht empfohlen, da der Bremer Strommix hohe CO2-Emissionen verursacht. Beim durchschnittlichen Wirkungsgrad der deutschen Kraftwerke von 36 % und Jahresarbeitszahlen zwischen 3,5 und 4 erreicht eine Wärmepumpe einen Wirkungsgrad bezogen auf die Primärenergie von 126 % bis 144 %.
Ökonomie: Eine Wärmepumpe kann gegenüber einer Gasheizung bis zu 450 € pro Jahr sparen, d.h. sie kommt mit ca. 50 % der Betriebskosten einer Gastherme aus. Jedoch haben Wärmepumpen im Vergleich zu Gas- oder Ölheizungen höhere Investitionskosten.
Mehr lesen zu den Vor- und Nachteilen einer Wärmepumpe: Wärmepumpen-Vorteile-Nachteile (PDF)