BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Klimaschutz in Bremen

Klimawandel und CO2-Ausstoß in Bremen

Der Klimawandel gehört zu den größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts. Ergebnisse der Klimaforschung zeigen, dass der Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent sinken muss. Bremen steht vor großen Herausforderungen durch die Gefahr des Meeresspiegelanstiegs.

Was hat Bremen bislang zum Klimaschutz beigetragen? Viele Jahre ist der bremische CO2-Ausstoß nahezu konstant hoch geblieben. Mit dem Klimaschutzprogramm 2010 vom 11. November 2008, soll Bremen nun 370.000 Tonnen CO2 jährlich einsparen.

'Aktionsprogramm Klimaschutz 2010'

Die vorgesehene CO2 -Verringerung soll vor allem durch den Ausbau von erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung und die verstärkte Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung erreicht werden. Die energetische Gebäudesanierung, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Förderung des Radverkehrs und die intensivere Nutzung des Car-Sharing sind weitere Maßnahmen. In einem zweiten Schritt arbeitet das Umweltressort jetzt an einem 'Energie- und Klimaschutz-Programm 2020' an dem zahlreiche Bremer Akteure beteiligt sind, darunter auch der BUND Bremen.

Solardächer in Bremen

Nachhaltiges Bauen

Der BUND fordert eine ehrgeizige Festlegung energetischer Standards für Neubaugebiete, die durch einen Anschluss an das Fernwärmenetz, die Energieversorgung durch dezentrale Kraft- Wärme-Kopplung, Nutzung der Solar- oder Geothermie sowie Passivhaus-Standard realisierbar sind. Durch stadtplanerische Maßnahmen (Nord-Süd-Ausrichtung von Dächern statt Ost-West) ist die passive Nutzung der Solarenergie auszubauen.

Erneuerbare Energien ausbauen

Eine nachhaltige Energieversorgung setzt auf den Ausbau von Wind- und Wasserkraft sowie Sonnenenergie, die auf längere Sicht die Nutzung der fossilen Energieträger und die Atomkraft ablösen. Die erneuerbaren Energien werden durch Realisierung der Energieeinspar- und Rationalisierungspotenziale den verbleibenden Energiebedarf decken müssen und können.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland soll laut Bundesregierung bis 2020 sogar einen Anteil von 25 bis 30 Prozent erreichen. Für Bremen heißt das: Für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind Ziele zu definieren, damit der Anschluss an die bundesweite Entwicklung gelingt.

Nachhaltige Arbeitsplätze in der Region schaffen

Für Bremen als Standort der Windkraftbranche hat der Strukturwandel im Bereich der Energieerzeugung eine besondere Bedeutung, denn die Windenergie hat einen hohen Stellenwert und ein bedeutendes Potenzial für die Nordwest-Region.

Quelle: http://www.bund-bremen.net/themen_und_projekte/umwelt_energie/klimaschutz_in_bremen/