Sonnige Aussichten für Ihr Haus
Der Weg zur eigenen Photovoltaikanlage
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung und insbesondere die Nutzung der Solarenergie erhalten bei steigenden Strompreisen und attraktiver Förderung durch den Gesetzgeber eine wachsende Aufmerksamkeit. Doch wie wird man zum Sonnenstromerzeuger? Der BUND Bremen gibt einen Überblick über die wichtigsten Informationen.
Was heißt Photovoltaik?
Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in hochwertigen Strom. Photovoltaikanlagen bestehen dabei aus Solarmodulen, die mehrere Solarzellen enthalten sowie aus Wechselrichtern, Einspeisezählern und entsprechender Elektroinstallationen. Wer die Sonnenenergie auf dem eigenen Dach nutzen möchte, benötigt zunächst eine geeignete Dachfläche. Besonders gut geeignet sind Dächer mit einer Südwest- bis Südost-Ausrichtung und einer Dachneigung zwischen 25 und 50 Grad ohne Verschattung. Bei Flachdächern wird eine Aufständerung der Anlage vorgenommen.
Mono- und polykristalline Module
Monokristalline Module bestehen aus Solarzellen, die einen hohen Wirkungsgrad, allerdings auch einen großen Material- und Energieeinsatz haben. Polykristalline Zellen bestehen aus Scheiben, die nicht überall die gleiche Kristallorientierung und einen geringfügig kleineren Wirkungsgrad aufweisen, die aber auch billiger sind als monokristalline Zellen. Eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung des Solarmoduls von einem Kilowatt benötigt bei mono- oder polykristallinen Modulen eine Dachfläche von etwa 8 Quadratmetern.
Dünnschichtmodule
Dünnschichtmodule hingegen haben niedrigere Wirkungsgrade, aber auch eine größere Leistungsdichte, was zu sehr geringem Materialbedarf und damit niedrigem Energieeinsatz führt. Eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung des Solarmoduls von einem Kilowatt benötigt eine Dachfläche von etwa 14 m² Quadratmetern.
Beide Modultypen können in Bremen jährliche Energieerträge von 800 bis 900 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt erzielen.
Preise
Im Jahr 2009 sind die Preise für Solarstrom-Anlagen deutlich gefallen. Ein Kilowatt einer schlüsselfertig installierten netzgekoppelten Photovoltaikanlage kostet derzeit zwischen 2.600 und 2.900 Euro. Dieser Preis umfasst sämtliche Kosten inklusive der Module, dem Zubehör, der Montage und dem Netzanschluss. Nicht inbegriffen ist die Umsatzsteuer, die allerdings vorsteuerabzugsfähig ist. Bei der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage kommen zwei Fördermöglichkeiten in Betracht: ein Kredit aus dem KfW Investitionsprogramm „Erneuerbare Energien (270)“ und die Einspeisevergütung, die auf der Grundlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes über 20 Jahre gewährt wird.
Einspeisevergütung
Bei einer Inbetriebnahme ibis zum Juni 2011 erhält jeder Sonnenstromerzeuger bei einer Anlagengröße bis 30kW-Spitzenleistung eine Vergütung von 28,74 Cent/kWh oder bei Eigennutzung eine Vergütung von 12,36 Cent/kWh für den Eigenverbrauch bis 30 %. Nach 10 bis 15 Jahren sollte sich eine gute Anlage finanziell amortisieren und anschließend Gewinne ermöglichen .
Wer sich für die Installation einer Solarstromanlage entschließt, muss sie sowohl beim lokalen Netzbetreiber als auch bei der Bundesnetzagentur anmelden. Zudem sollte man sich zuvor sowohl über die geeignete Anlage als auch über die einschlägigen Förderprogramme beraten (Solarberatung) lassen.