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Solarthermie

Beispiel für Solarthermieanlage

Heizen mit Sonne und Verstand

Solarwärmetechnik: clever, ausgereift und zuverlässig

Wer seinen Heizöltank füllen lässt, muss tief in die Tasche greifen. Und für die Zukunft ist aufgrund der Endlichkeit fossiler Brennstoffe mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Für Erdgaskunden ergibt sich ein ähnliches Bild. Angesichts dessen wird die Installation einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung oder Raumheizungsunterstützung eine immer bessere Alternative.

Solaranlagen zur Warmwasserbereitung

Mit einer solarthermischen Anlage werden im Durchschnitt pro Jahr zwischen 50 und 65 Prozent der für die Warmwasserbereitung benötigten Energie eingespart. Für einen 4-Personen-Haushalt wird dafür eine Kollektorfläche von 4 bis 6 m² benötigt. Des Weiteren ist ein Solarspeicher erforderlich: Im unteren Teil (siehe Abbildung) befindet sich hier der Solar-Wärmetauscher, der die Solarenergie an das Trinkwasser abgibt. Reicht die Energie der Sonne nicht aus, um die gewünschte Wassertemperatur zu erhalten, wird im oberen Teil des Speichers über einen zweiten Wärmetauscher vom Heizkessel weitere Energie zugeführt. Der Warmwasserspeicher sollte für einen 4-Personen-Haushalt ein Volumen von 300 bis 400 Litern haben.

Solaranlage mit Heizungsunterstützung

Neben einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung ist auch eine kombinierte Anlage, die gleichzeitig die Raumheizung unterstützt, lohnenswert. Mit dieser so genannten Kombianlage kann vor allem in der Übergangszeit teure Heizenergie gespart werden. Einsparungen von bis zu 30 Prozent des Erdgas- oder Heizölbedarfs sind möglich. Hierfür benötigt man eine Kollektorfläche von mindestens 10 m² (bei 100 m² Wohnfläche) und ein Speichervolumen von 700 bis 1.500 Litern. Eine ideale Ergänzung zur Solaranlage mit Heizungsunterstützung ist eine moderne Holzpellet-Heizung (LINK Umweltfreundliche Heizen). Des Weiteren kann die Anlage beispielsweise auch an eine Waschmaschine angeschlossen werden, um den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.

Kollektorart

Bei der Wahl der Kollektoren können Sie sich entscheiden zwischen Flachkollektoren oder Vakuumröhren-Kollektoren. Vakuumröhren haben einen höheren Jahresnutzungsgrad, liegen preislich aber deutlich über den Flachkollektoren. Das Dach sollte möglichst nach Süden ausgerichtet sein. Der optimale Neigungswinkel beträgt bei reiner Trinkwassererwärmung 45°, bei Raumheizungsunterstützung 60°.

Preise

Die Kosten für Solaranlagen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Für eine reine Brauchwasseranlage mit Flachkollektoren fallen für einen 4-Personen-Haushalt ca. 4.000 Euro Investitionskosten an, eine Anlage zur Raumheizungsunterstützung schlägt mit ca. 7.500 bis 12.000 Euro zu Buche. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert mit einem Marktanreizprogramm die Errichtung von Solarwärmeanlagen.

 



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