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Die Herkunft und die Qualität des Bremer Trinkwassers

Grundwasserbrunnen
Foto: pixelio.de, Paul-Georg-Meister

Das Trinkwasser für das Land Bremen (41 Millionen m³ pro Jahr) wird zu 100 Prozent aus Grundwasser gewonnen. Doch mit den Grundwasservorkommen unterhalb der Landesfläche können nur 20 Prozent des Bedarfs gedeckt werden, die restlichen 80 Prozent stammen aus Niedersachsen. Unter Bremen und Bremerhaven existieren zwar sandige Bodenschichten, von denen einige sehr viel Wasser führen. Doch diese Vorkommen können nur zu einem geringen Teil als Trinkwasser genutzt werden.

Grundwasserversalzung/Grundwasserverunreinigung

Ein Teil des Grundwassers wird über die Weser, die sich im tidebeeinflussten Bereich mit Nordseewasser mischt, durch Salz unbrauchbar gemacht. Die Moore Bremens verursachen des Weiteren in einigen Bereichen eine Absenkung des pH-Wertes im Grundwasser auf unter 5 und machen es sauer. Dadurch löst sich Mangan und Eisen aus dem Boden und vermindert so zusätzlich die Qualität des Wassers. Und bei Grundwasser, das ziemlich nah an der Oberfläche vorkommt und außerdem nicht durch eine wasserundurchlässige Schicht abgedeckt ist, besteht ein hohes Verunreinigungsrisiko z.B. durch die Landwirtschaft, undichte Abwasserkanäle oder Industriebetriebe. Diese Vorkommen werden nur ungern als Trinkwasser genutzt.

Wasserwerk Blumenthal

In Bremen Nord werden im Wasserschutzgebiet Blumenthal jährlich 5,8 Millionen m³ Trinkwasser entnommen. Damit deckt die Stadt Bremen 17 Prozent ihres Bedarfes. Bremerhaven kann immerhin 37 Prozent des Trinkwassers auf eigenem Gebiet gewinnen. Das gewonnene Grundwasser ist einige tausend Jahre alt, bildet sich allerdings nicht so schnell wieder nach, sodass hier quasi auf einen endlichen Vorrat zurückgegriffen wird.

Trinkwasser aus Niedersachsen

32 Millionen m³ Wasser sind zusätzlich pro Jahr auf bremisches Gebiet zu transportieren. Die Entfernung zwischen Gewinnungsort und Bremen beträgt bis zu 60 km. Neben der swb liefern auch drei niedersächsische Unternehmen Trinkwasser nach Bremen.


Grundwasserentnahme birgt Probleme

Die Entnahme dieser Grundwassermengen für das Land Bremen ist nicht überall ohne Folgen geblieben. Aus diesem Grund wäre es an der Zeit, über Alternativen der Trinkwassergewinnung nachzudenken, z.B. über Trinkwasser aus der Weser. Die Belastung des Flusses ist in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen. Erste Versuche zur Trinkwassergewinnung auf dem gebiet der Stadtwerder haben gezeigt, dass wieder die Möglichkeit besteht, qualitativ hochwertiges Wasser aus der Weser zu gewinnen.

Die Qualität des Bremer Trinkwassers

Die Ergebnisse der Grundwasser-Überwachung ergeben, dass die Qualität des für Bremen geförderten Grundwassers noch sehr gut ist. Zusätzlich wird das Grundwasser vor der Einspeisung ins Trinkwassernetz aufbereitet. Allerdings zeigen sich langsam erste durch den Menschen eingetragene Schadstoffe im Wasser. Nitrat, Lindan und Atrazin konnten bereits in einigen Brunnen nachgewiesen werden. Die Konzentrationen liegen fast überall unterhalb des in der Trinkwasserverordnung geforderten Niveaus und stellen demnach keine akute Gefahr dar. Doch vor allem in den niedersächsischen Brunnen wird ein langsamer aber stetiger Anstieg der Nitratkonzentration beobachtet, der im Wesentlichen auf die landwirtschaftliche Nutzung der Gewinnungsgebiete zurückzuführen ist. Hier wurden auch schon mal Überschreitungen des Grenzwertes gemessen.




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