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Wasserspartipps

123 Liter Trinkwasser (inklusive ca. 11 Liter Kleingewerbeanteil) verbraucht jede/r Bremer BürgerIn im Durchschnitt pro Tag. Durch eine Änderung des Verhaltens, durch den Einsatz von Technik und indem Sie Trinkwasser in einigen Lebensbereichen durch Regenwasser ersetzen können Sie ihren Verbrauch jedoch reduzieren. Auf dieser Seite finden Sie 39 Tipps zum Wasser sparen. Und auch wenn Sie schon viele Wasserspartricks anwenden, können wir Ihnen vielleicht noch etwas Neues verraten.

Wassersparen in der Küche

In der Küche kann durch kleine technische Maßnahmen und Verhaltenweisen, z.B. beim Geschirrspülen Wasser gespart werden.

Tipps für Armaturen

  1. Die meisten Wasserarmaturen lassen voll aufgedreht zwischen 16 und 20 Liter pro Minute durchfließen. Mit sogenannten Durchflussbegrenzern kann diese Menge auf 8 Liter gesenkt werden (weniger ist in der Küche nicht sinnvoll, da das Füllen von Gefäßen sonst zu lange dauert). Die Montage ist einfach: Der vorhandene Perlator (Luftsprudler) am Ende des Wasserhahns wird abgeschraubt und durch den Durchflussbegrenzer ersetzt. Gute Durchflussbegrenzer kosten 5 bis 7,50 Euro und reduzieren den Verbrauch der Küchenspüle um 30 bis 50 Prozent - und das ohne Komfortverlust.
  2. Die Verwendung von Einhebelmischern zum Anpassen des Mischungsverhältnisses von heiß und kalt spart Trinkwasser, weil sie das Suchen nach der richtigen Temperatur verkürzen. Im Schnitt werden so 15 - 30 Prozent weniger Wasser verbraucht. Gute Einhebelmischer geben in Mittelstellung nur kaltes Wasser frei, erst durch eine Linksdrehung des Hebels wird Warmwasser zugemischt.
  3. Ein tropfender Wasserhahn kann bis zu 45 Liter Wasser am Tag verbrauchen. Deswegen einen undichten Wasserhahn schnellstens reparieren! Das Tropfen wird meist durch eine defekte Dichtung oder durch Verkalkung des Ventils verursacht. Mit speziellem Werkzeug lässt sich dieser Kalk entfernen. Auch die Dichtungen lassen sich fast immer erneuern. Auf jeden Fall sind die Kosten der Reparatur im Vergleich zu den Wasserkosten gering.
  4. Für das Geschirrspülen unter fließendem Wasser werden bis zu 150 Liter verbraucht. Also den Hahn immer schließen, auch beim Putzen von Gemüse, Händewaschen usw. Eine Geschirrspülmaschine verbraucht weniger Wasser als ein Abwasch von Hand. Eine moderne Maschine kommt für 12 Gedecke mit 12 bis 14 Litern aus, im Waschbecken wären hierfür ca. 50 Liter erforderlich. Das Geschirr sollte also lieber von einer Maschine gespült werden. Spülhände sind dann auch Vergangenheit.

Tipps zum Geschirrspülen

  1. Beim Kauf einer Geschirrspülmaschine sollte neben Preis und Qualität auch auf den Strom- und Wasserverbrauch geachtet werden. Die Maschinen werden immer sparsamer. Während ein altes Gerät noch 53 Liter Wasser benötigte (12 Gedecke), braucht ein neues nur noch 12 bis 14 Liter. Eine aktuelle Liste mit besonders sparsamen Haushaltsgeräten können Sie unter www.spargeraete.de und www.ecotopten.de einsehen.
  2. Den Vorsprung vor dem Abwaschen mit Hand kann die Geschirrspülmaschine nur halten, wenn sie optimal genutzt wird: Geschirr nicht vorspülen, erst recht nicht unter fließendem Wasser. Die Maschine schließen, wenn Geschirr hineingestellt wurde, damit Speisereste weniger antrocknen. Die Maschine nur einschalten, wenn sie ganz gefüllt ist. So oft wie möglich das Sparprogramm wählen.
  3. Viele elektrische Küchengeräte haben abzuwaschende Einzelteile, die nicht in die Spülmaschine dürfen. Sie müssen mühsam von Hand gereinigt werden, meist unter fließendem Wasser. Dieser Aspekt der Wasserverschwendung sollte beim Kauf von Küchenmaschinen beachtet werden.

Tipps zum Gemüseputzen

  1. Waschen Sie Obst und Gemüse nur kurz in einem Becken oder einer Schüssel und verwenden Sie das Wasser anschließend zum Blumen gießen. Das spart nicht nur Wasser, sondern erhält auch einige Vitamine.

Wassersparen im Bad

Bei der Körperpflege kann meistens durch einfache Maßnahmen einiges an Wasser gespart werden.

Tipps für das Baden

  1. Einmal Baden verbraucht 150 bis 200 Liter Wasser, einmal Duschen 30 bis 80 Liter. Mit Duschen statt Baden können demnach ca. 120 Liter Wasser gespart werden oder anders gesagt, dreimal Duschen macht einmal Baden. Wer duscht statt zu baden, schont auch die Haut.
  2. Wer in kalten Zeiten doch gern heiß badet, sollte über den Einbau einer Körperformwanne nachdenken. So eine Wanne kann bei einem Vollbad 15 bis 25 Liter einsparen (oder Sie baden immer zu zweit).

Tipps für die Dusche

  1. In einem Sparduschkopf wird dem Wasserstrahl Luft beigemischt, sodass pro Minute weniger Wasser herausströmt. Der weichere Wasserstrahl wird von vielen als angenehmer empfunden. So ein Sparduschkopf verbraucht 9 bis 12 Liter pro Minute, herkömmliche Duschköpfe lassen bis zu 25 Liter jede Minute durch. Wer seinen aktuellen Duschkopf unbedingt behalten möchte, der kann auch geeignete Durchflussbegrenzer verwenden. Solch ein Durchflussbegrenzer kostet ca. 5 Euro und reduziert den Verbrauch um 30 bis 50%.
  2. Nur kurz duschen. Nass machen, Hahn abdrehen, einseifen und abduschen. So reichen 30 Liter für ein Duschbad.
  3. Mit einem Thermostatmischer kann die gewünschte Temperatur fest eingestellt werden. Das verkürzt das Suchen und spart so Wasser und Energie. Außerdem kann der Wasserstrahl mittels Knopfdruck unterbrochen werden, z.B. während des Einseifens.
Als Ersatz für einen Thermostaten kann auch ein Wasserstopp-Zwischenstück dienen. Beachten Sie bitte, dass Zwischenstücke aus Kunststoff nicht den Vorschriften entsprechen.

Tipps für die Körperpflege

  1. Der Verbrauch einer Waschbeckenarmatur im Bad ist häufig viel zu hoch. Die Armaturen lassen bis zu 20 Liter pro Minute durchlaufen. Dabei sind hier 5 bis 6 Liter pro Minute völlig ausreichend.
  2. Beim Zähneputzen oder Rasieren nicht den Wasserhahn laufen lassen. Wird ein Zahnputzbecher verwendet, spart dies bei jedem Zähneputzen wertvolles Trinkwasser.
Beim Rasieren lässt sich Wasser einsparen, wenn dazu Wasser aus dem halb gefüllten Waschbecken verwendet wird.

Wassersparen für die Toilettenspülung

Circa 34 Liter verbraucht jede/r täglich auf dem WC. Eine Reduzierung auf 16 Liter ist möglich, wenn wassersparend gehandelt und moderne Spartechnik eingesetzt wird.

Tipps für den Spülkasten

  1. Ein undichter WC-Kasten kann bis zu 500 Liter Wasser pro Tag in den Kanal rauschen lassen. Bei dem aktuellen Wasser- und Abwasserpreis von Euro 4,77 pro Kubikmeter kostet diese Verschwendung auch noch bis zu 870 Euro im Jahr.
  2. 50 Prozent des Wassers lassen sich einsparen, wenn der Spülkasten mit einer Stoppvorrichtung ausgerüstet wird, die den Spülvorgang unterbricht. Einen solchen Nachrüstsatz gibt es schon für ca. 5 Euro.
  3. Alte Spülkästen verbrauchen pro Spülung 9 bis 12 Liter. Moderne Kästen kommen dagegen mit 6 Litern Wasser aus. Sie besitzen außerdem eine Stopptaste, so dass noch mal 3 Liter weniger benötigt werden. Ein neuer Spülkasten kostet inkl. Montage ca. 150 bis 200 Euro und kann bei einer vierköpfigen Familie bis zu 155 Euro pro Jahr einsparen.
  4. Relativ neu ist das 4,5-Liter-WC, mit dem der Wasserverbrauch um bis zu 60 Prozent reduziert werden kann. Eine vierköpfige Familie kann damit bis zu 200 Euro pro Jahr einsparen.
  5. Durch den Einbau einer Regenwassernutzungsanlage können ca. 50 Prozent des Trinkwassers im Haushalt eingespart werden. Regenwasser eignet sich u.a. ideal für die Toilettenspülung. Die Regenwasseranlage sammelt das Regenwasser auf dem Dach und leitet es in einen Tank. Von dort werden über separate Leitungen die Toiletten versorgt. Der Einbau einer solchen Anlage wird in Bremen durch den Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa gefördert.

Wassersparen beim Wäsche waschen

Durchschnittlich 15 Liter verbraucht jede/r täglich zum Wäsche waschen.

Eine Reduzierung dieser Menge auf 10 Liter ist möglich, wenn jede/r sich an die nachfolgenden Wasserspartipps hält.

Tipps für die Waschmaschine

  1. Beim Neukauf einer Waschmaschine sollte neben Preis und Qualität auch auf den Strom- und Wasserverbrauch geachtet werden. Die Maschinen werden immer sparsamer. Während ein altes Gerät noch 135 Liter Wasser benötigte, braucht eine neue Waschmaschine nur noch 34 bis 49 Liter (5 kg Füllmenge). Auf keinen Fall sind Kombigeräte mit Trockner zu empfehlen. Eine aktuelle Liste mit besonders sparsamen Waschmaschinen können Sie unter www.spargeraete.de einsehen.
  2. Eine Waschmaschine sollte nur mit gefüllter Trommel gestartet werden. Gefüllt ist die Trommel, wenn nur noch eine Faust darin Platz hat. Bei halbgefüllten Maschinen das Sparprogramm einschalten.
  3. Je nach Verschmutzung der Wäsche kann das Waschprogramm angepasst werden. Vorwäsche ist nicht erforderlich und meist reichen weniger als 60 Grad oder sogar das Kurzprogramm.

Tipps für die Handwäsche

  1. Für das Ausspülen der Handwäsche wird weniger Wasser benötigt, wenn in das Spülwasser etwas Essig gegeben wird. Die Seife geht schneller heraus und die Farben leuchten länger.
  2. Oft sind die Textilien nach einer Abendveranstaltung nicht verschmutzt, sondern riechen nach Rauch o.ä. Waschen ist dann noch nicht notwendig, besser ist das Lüften für einen Tag. Der Geruch ist weg, das Gewebe geschont und Wasser gespart.

Tipps für die Regenwassernutzung

  1. Durch den Einbau einer Regenwassernutzungsanlage können ca. 50 Prozent des Trinkwassers im Haushalt eingespart werden. Regenwasser eignet sich u.a. ideal für die Wäsche. Die Regenwasseranlage sammelt das Regenwasser auf dem Dach und leitet es in einen Tank. Von dort wird über separate Leitungen die Waschmaschine versorgt.

Wassersparen bei der Gartenbewässerung

Auch beim Blumengießen gibt es einiges zu beachten.

Tipps für Balkon/Beete

  1. Die Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon besser früh morgens oder spät abends gießen. Tagsüber, insbesondere in der Mittagszeit, verdunstet der größte Teil des Wassers, bevor es die Pflanzen erreicht. Die beste Bewässerungszeit ist der frühe Morgen, da Blätter, die über Nacht feucht bleiben, anfälliger für Pilzkrankheiten sind.
  2. Die meisten Pflanzen sollten eher selten, dann aber intensiv gegossen werden, am besten zweimal wöchentlich direkt in den Wurzelbereich. Gartenbeete erst bewässern, wenn der Boden 10 cm tief ausgetrocknet ist. Zwei Gießkannen pro Quadratmeter reichen aus.
  3. Es werden Bewässerungssysteme für Garten und Blumenkästen angeboten, die die Pflanzen tropfenweise mit Wasser versorgen. Der Wassernutzungsgrad (Anteil des Wassers, das die Pflanzen nutzen können) der Tropfenbewässerung liegt über 80 Prozent, ein Sprenger erreicht dagegen nur 25 bis 35 Prozent. Ein solches System kann durch einen Bodenfeuchtefühler ergänzt werden, der die Bewässerung nur dann einschaltet, wenn der Boden trocken ist. Die Kosten für ein Blumenkasten-Bewässerungssystem (5 Kästen) betragen ca. 50 Euro.
  4. Auch die Nutzung von Grundwasser für die Gartenbewässerung ist möglich. Hierfür muss ein Brunnen geschlagen werden, an den eine Pumpe angeschlossen wird.
  5. Eine weitere wassersparende Lösung ist das Einsetzen von Pflanzen, die nur sehr wenig zusätzliche Bewässerung im Sommer brauchen: u.a. sind dies Steinkraut, Grasnelke, Kugeldistel, Lavendel, Schleierkraut, Mädchenauge. Diese Blumen überleben auch jeden Sommerurlaub.
  6. Zur Regenwassernutzung einfach eine Regentonne an das Regenfallrohr anschließen und das gesammelte Regenwasser zur Gartenbewässerung verwenden. Das weiche Regenwasser wird von den meisten Pflanzen besser vertragen, als das härtere Leitungswasser. Regentonnen mit 200 Liter Fassungsvermögen gibt es schon ab 30 Euro.

Tipps für den Rasen

  1. Das Sprengen des Rasens verbraucht sehr viel Wasser, zumal nur ca. 25 - 35 Prozent des Wassers die Wurzeln erreichen. Es ist zu empfehlen, den Rasen im Sommer ein wenig seltener zu mähen. Bei einer Höhe von 6 bis 8 cm bleibt er auch bei sonnigem Wetter länger grün. Nur in wochenlangen, heißen Trockenzeiten ist eine Bewässerung des Rasens erforderlich. Am besten früh morgens sprengen und eine Tasse im Bereich des Rasen-
sprengers aufstellen. Wenn sie mit 2 cm Wasser gefüllt ist, hat der Rasen für mindestens eine Woche genug Wasser erhalten. Tipps für befestigte Flächen
  2. Für befestigte Flächen ist der Einsatz eines Hochdruckreinigers meist überflüssig und verbraucht sehr viel Wasser. 300 bis 500 Liter Trinkwasser pro Stunde rauschen dabei in den Kanal und werden oft unnötig mit Reinigungsmittel versetzt.
  3. Auch ohne Hochdruck verbraucht das Abspritzen einer Fläche viel Wasser. Es ist sehr viel sparsamer, sie zu wischen, und erreicht den gleichen Effekt.

Wassersparen beim Autowaschen

Generell gilt, zum Reinigen gehört das Auto in eine Waschanlage.

Tipps für die Handwäsche

  1. Autos dürfen auf dem eigenen Grundstück nur auf einer befestigten Fläche gewaschen werden. Das Waschen des Autos per Hand auf öffentlichen Flächen und Straßen ist genauso verboten wie das Waschen mit dem Schlauch und fließendem Wasser. Eine Motorwäsche ist dann erlaubt, wenn in den Ablauf des Wassers ein Ölabscheider eingebaut wurde. Wenn also unbedingt erforderlich, dann das Auto nur mit wenig Wasser (Eimer und Schwamm) per Hand waschen. Besser eine Waschanlage besuchen!

Tipps für die Waschanlage

  1. Das Auto in einer Waschanlage reinigen zu lassen spart gegenüber einer Wäsche mit dem Schlauch jedes Mal ca. 150 Liter Wasser. Das gilt allerdings nur, wenn das Auto in eine Waschanlage gebracht wird, die mit dem blauen Engel ausgezeichnet wurde. In diesen Anlagen wird das Wasser zum großen Teil wiederverwendet, nur ein kleiner Teil muss ausgetauscht werden. Auf diese Weise reichen pro Auto 10 bis 50 Liter Wasser aus. Ältere Waschanlagen ohne Wasserrecycling verbrauchen 120 bis 170 Liter Trinkwasser pro Auto.

Sonstige Spartipps

  1. Wer nicht in einem Einfamilienhaus wohnt, hat oft keinen eigenen Wasserzähler. Die Kontrolle über den Wasserverbrauch fällt dann sehr schwer. Meist wird der Verbrauch auf alle Mieter gleichmäßig verteilt. Vielleicht lässt sich der Vermieter überzeugen, Wohnungswasserzähler einzubauen. So kann jede/r BewohnerIn selbst sehen, wie viel Wasser gespart wurde. Wichtig ist auch, dass der Zugang zum Zähler nicht verstellt ist, wenn der Verbrauch nicht aus den Augen geraten soll.
  2. Getränke unter fließendem Wasser zu kühlen ist Trinkwasserverschwendung. Besser ist es, die Getränke im Kühlschrank aufzubewahren.


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