Die Kreisgruppe trifft sich ca. alle 2 Monate in der Biologischen Station Osterholz. Alle Mitglieder, die sich an der Orts- oder Kreisgruppenarbeit beteiligen möchten, sind dazu eingeladen. Fragen Sie bitte bei Hans-Gerhard Kulp in der BioS (04791 9656993) nach dem nächsten Termin.

Das sind unsere Themen

Verhinderung der B74neu durch die Hammeniederung

Keine Straße durch das EU-Vogelschutzgebiet. Die Umgehungsstraßenplanung für die B 74 ist in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans in den vordringlichen Bedarf aufgenommen worden. Die BUND-Kreisgruppe hat im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung dagegen Stellung bezogen. Der BUND unterstützt eine Bürgerinitiative in Ritterhude, die diesen extrem landschaftsfressenden Straßenbau verhindern will. Zur Unterstützung wurde ein Vorstandsbeschluss gefasst, dass der BUND aus seinen Rücklagen 5.000 € in einen Klagefond verschiebt, um evtl. auf dem Rechtsweg kurzfristig handlungsfähig zu sein.

Bachpatenschaft Scharmbecker Bach

Nach der gelungenen Renaturierung entwickeln wir neue Maßnahmen für den Bach in der Stadt. Mehr Infos im Faltblatt.

Schwaneweder Beeke

Schwaneweder Beeke – vom Graben zum lebendigen Bach

Die Schwaneweder Beeke ist ein kleiner Bach und liegt am Rand von Schwanewede im Landkreis Osterholz. Ihr ist es wie vielen Fließgewässern ergangen: Sie wurde begradigt, vertieft, verrohrt… Heute gibt es nur noch kleine naturnahe Bereiche durch die Quellzuflüsse. Das Renaturierungsprojekt an der Schwaneweder Beeke macht aber große Fortschritte. Durch ein beauftragtes Planungsbüro wurde ein Maßnahmenkonzept erarbeitet und mit allen Beteiligten abgestimmt. Der BUND ist daran als Kooperationspartner beteiligt. Der BUND wird eine floristische Detailkartierung der Quellbereiche durchführen und sich finanziell an der Umsetzung der geplanten Renaturierungsmaßnahmen beteiligen.

Wir möchten

  • den ökologischen Zustand der Schwaneweder Beeke verbessern. Naturnahe Gewässerabschnitte steigern die Selbstreinigungskraft des Gewässers und verbessern seine Qualität als Lebensraum.
  • den Bach wieder beleben und für die Bewohner von Schwanewede erlebbar werden lassen,
  • die Artenvielfalt fördern und selten gewordenen Arten wie dem Eisvogel, dem Bachneunauge oder dem Steinbeißer neuen Lebensraum schaffen,
  • Umwelt- und Naturerleben durch Entwicklung von außerschulischen Lernorten am Bach, Führungen, Ausstellungen und Veranstaltungen ermöglichen

Deswegen engagiert sich die BUND-Kreisgruppe Osterholz gemeinsam mit zwei weiteren Naturschutzorganisationen für die Renaturierung des Bachlaufs. Beauftragt, finanziert und betreut durch die Naturschutzverbände wurden die nötigen Untersuchungen, Vermessungen und Anträge ausgearbeitet. Die Gemeinde Schwanewede wie auch die evangelische Kirchengemeinde haben Flächen dafür zur Verfügung gestellt. Im Spätsommer 2017 geht’s los: Aus dem Graben soll ein lebendiger Bach werden.

Naturnahe Gewässerentwicklung lebt vom Mitmachen! Wir freuen uns sehr über Unterstützung

  • bei Pflanzarbeiten am Bach,
  • beim Einbringen von Kies und Steinen ins Gewässer
  • bei der Untersuchung und Kartierung der Quellzuläufe

Wer mithelfen möchte, melde sich bitte bei

Dr. Jutta Kemmer, BUND Osterholz, Biologische Station Osterholz , Tel.: 04791- 9656990

Projektfinanzierung

Niedersächsische BINGO-Umweltstiftung,
Manfred Hermsen Stiftung, Hanns R. Neumann Stiftung
Niedersächsische Landesanstalt für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
Eigenmittel der BUND-Kreisgruppe Osterholz sowie anderer Verbände.

Zaunwicken-Sandbiene

Wildbienen

Ca. 60 % der 360 Wildbienenarten Niedersachsens stehen auf der Roten Liste. So einige sind bereits ausgestorben oder gelten als verschollen. Wenn man J. D. Alfkens „Bienenfauna von Bremen“ von 1913 durchliest, so wird man viele im damaligen Landkreis Osterholz gemeldete Arten nicht mehr wiederfinden. Die Verschlechterung, bzw. Verkleinerung der Lebensräume sind die Gründe dafür, bedingt durch die stark intensivierte Landwirtschaft, fortschreitender Flächenverbrauch und Zerschneidung der Landschaft durch Straßenbau. Gerade durch die massive Überdüngung verschwinden viele, für Wildbienen wichtige Nahrungspflanzen. Wichtige Lebensräume sind  Mager- und Sandbiotope, Heideflächen, artenreiche Säume an Wäldern, Hecken und Wegen, Ruderalstellen, Binnendünen.  Manche Hummeln (gerade die selteneren) benötigen Altgrasbestände, worin sie oberirdische Grasnester anlegen. Oberirdisch benötigen Wildbienen Totholz mit entsprechenden Käferfraßgängen, abgestorbene Pflanzenstängel, abgeknickte Brombeerstängel, Pflanzengallen oder leere Schneckenhäuser. Einige dieser Nistplätze lassen sich auch im Siedlungsbereich nachahmen. Gerade im eigenen Garten kann man viel erreichen durch geeignete Nisthilfen und entsprechende Wildpflanzen in unmittelbarer Umgebung. Ein gutes Beispiel sind die Hummelarten. Im Garten sind die 7 häufigen Hummelarten manchmal recht zahlreich anzutreffen. Dieses ist jedoch nur eine vorgetäuschte Artenvielfalt. Die stark gefährdeten Hummelarten kommen nämlich meist nur in der offenen Feldflur vor, bzw. sie kamen vor. Seltene Hummelarten, die es früher  nachweislich im Landkreis gab waren die Deichhummel, Veränderliche Hummel, Mooshummel, Waldhummel, Grashummel, Distelhummel, Sandhummel, Feldhummel, Heidehummel und die Obsthummel. Von diesen Arten lässt sich höchstens noch mal die Mooshummel mit viel Glück beobachten. Dies zeigt, wie sehr die Artenvielfalt in den letzten Jahren gelitten hat.

Maßnahmen, die unsere Kreisgruppe für den Wildbienenschutz unterstützt und durchführt :

  • Einsaat von wiedergewonnen Wegrandstreifen mit wildbienenfreundlichen Wildkräutern
  • Wildkräuter im Siedlungsbereich, z. B. an der Straße „Am Osterholze“, naturnahe Anpflanzungen an der BioS oder am Kreishaus
  • Förderung von Naturgärten
  • Geplantes Insektenhotel auf der Ausgleichsfläche Grünnenfeld

Wegesäume wiedergewinnen

Wir versuchen die widerrechtliche Nutzung der Wegeseitenräume an öffentlichen Wegen zu beenden und für die Anlage von Feldrainen und Hecken zurückzugewinnen. Am Heimelberg in Osterholz-Scharmbeck und in Brundorf (Schwanewede) haben wir bereits mehrere hundert Meter Zurückgeholt und mit einer Wildblumenmischung ausdauernder Stauden eingesät.

Wallheckenschutz im Landkreis

Wir beraten: wie pflegt man Wallhecken? In Osterholz-Scharmbeck und Schwanewede gibt es traditionelle Wallhecken-Landschaften. Leider werden oft jahrhunderte alte Wallhecken zu häufig und zu rigoros beschnitten oder auf andere Art geschädigt. Der ökologische Wert von Wallhecken und das Wissen über naturschutzgerechte Wallheckenpflege sind leider verloren gegangen. Mehr Infos im Faltblatt.

Vorstand

Dr. Hans-Gerhard Kulp (1. Vorsitzender)
Am Hasenmoor 9
27726 Worpswede
Tel.: 04791 / 9656993
bund.osterholz@bund.net

Oliver Kwetschlich (2. Vorsitzender)
Berliner Straße  6
27711 Osterholz-Scharmbeck
oliverkwetschlich@web.de

Gunnar Siedenschnur (Schatzmeister)
c/o Biologische Station Osterholz e.V.
Lindenstr. 40
27711 Osterholz-Scharmbeck
Telefon: 04791-9656995

Dr. Jutta Kemmer (Schriftführerin)
Am Schiffgraben 5
28879 Grasberg
Tel.: 04208 / 89932

SPENDEN

Die Naturschutzarbeit, sei es die Anlage von Biotopen oder die Renaturierung von Bächen, ist leider nicht zum Nulltarif zu haben. Deshalb freuen wir uns über Ihre Spende, die direkt unserer Arbeit für die Natur zu Gute kommt.

Unser Spendenkonto lautet wie folgt:

BUND Osterholz
DE26 2915 2300 0000 3168 28
Kreissparkasse Osterholz

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.



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Kontakt

Bernd Quellmalz
Regionalgeschäftsführer

BUND-Regionalgeschäftsstelle Weser-Elbe
Borriesstraße 19
27570 Bremerhaven
0176 / 51 63 80 85
eMail schreiben

Öffnungszeiten Büro des BUND Unterweser e.V.:
jeden ersten Di im Monat von 16.15 bis 17 Uhr, jeden anderen Di bis 19 Uhr. Kurzfristige Änderungen unter www.BUND-Unterweser.de!

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