BUND Landesverband Bremen

Grüne Horner Spitze weiter in Gefahr

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Das Aktionsbündnis zum Erhalt der grünen Horner Spitze hat die folgende Petition beim Petitionsausschuss der Bremer Bürgerschaft eingereicht:

Die ca. 4 ha große Wiesenfläche „Horner Spitze“, südlich an der Bahnlinie Bremen-Hamburg und westlich der Straßenbahnlinie 6 zur Universität gelegen, soll nach Beschluss der Landesregierung für die Erweiterung des Gewerbegebietes „Technologiepark“ genutzt werden. Aus Sicht der Regierungskoalition ist dies die einzige Möglichkeit, den Technologiepark auf einer städtischen Fläche ohne Konflikte mit den benachbarten Kleingartenvereinen zu erweitern. Die Planungen werden seit Herbst 2021 vom Wirtschaftsressort vorbereitet.

Aus mehreren schwerwiegenden Gründen ist die Nutzung der Horner Spitze als Gewerbefläche völlig ungeeignet:

  • Die Fläche ist ein bedeutender Lebensraum von Amphibien sowie von Vögeln, Fledermäusen und Insekten, dessen Verlust nicht ausgleichbar ist.  Sie bildet mit den benachbarten Kleingärten zudem einen grünen Korridor zwischen Bürgerpark und Riensberger Friedhof, wodurch dieses Gebiet eines der größten zusammenhängende Grüngebiete Bremens ist. Die Zerstörung der Lebensräume auf der Horner Spitze würde den gesamten Korridor erheblich beschädigen.
  • Die Fläche ist zudem Teil einer stadtweit bedeutsamen Kaltluftschneise, die die Frischluftzufuhr der angrenzenden Wohnquartiere bei Hitzelagen sichert, welche als Folge des Klimawandels in zunehmender Häufigkeit erwartet werden.
  • Die Horner Spitze wird außerdem gegenwärtig vom Verein „Kinder, Wald & Wiese Bremen“ genutzt, der Kindern und Jugendlichen mit seinen Gnadenbrotpferden, Ziegen und Hühnern umweltpädagogische Freizeitangebote macht. Dieses für die angrenzenden Stadtteile wichtige Angebot wäre verloren – es gibt keine möglichen Ersatzflächen in erreichbarer Nähe.
  • Die Verkehrserschließung der vergleichsweise kleinen Fläche müsste durch eine sehr aufwändige und teure Untertunnelung der Bahnlinie erfolgen, die nur wirtschaftlich wäre, wenn (wie vom „Technologiepark Uni Bremen e. V.“ öffentlich gefordert) in der Folge auch die benachbarten Kleingärten zum Gewerbegebiet gemacht und der grüne Korridor zwischen Bürgerpark und Riensberger Friedhof systematisch weiter zerstört würde.

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