Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Bremen

Klimawandel und CO2-Ausstoß

Der Klimawandel gehört zu den größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts. Ergebnisse der Klimaforschung zeigen, dass der Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent sinken muss. Der Weltklimarat kommt in seinem aktuellen Bericht zu klaren Aussagen: Wenn wir nicht schnell handeln - der Ausstoß von Treibhausgasen ist trotz aller Vereinbarungen und Abkommen die höchste in der Geschichte der Menschheit, ist das politisch angestrebte 1,5-Grad-Ziel mit noch beherrschbaren Klimafolgen nicht einzuhalten.

Es bedarf gewaltiger Anstrengungen weltweit, in Deutschland und hier bei uns in Bremen.

Die Situation in Bremen

Mit dem Klimaschutz- und Energieprogramm 2020 wurden im Jahre 2009 vom bremischen Senat ambitionierte Klimaschutzziele - eine Reduktion von 40 Prozent im Vergleich zu 1990 - beschlossen. Heute ist allerdings schon klar, dass Bremen dieses Reduktionsziel bis 2020 um Längen verfehlen wird. Bis jetzt wurden bis 2014 nur 9,7 Prozent im Vergleich zu 1990 an dem Treibhausgas CO2 eingespart. Der BUND Bremen fordert ein schlüssiges Senatsprogramm und eine effektive Umsetzung des bremischen Klimaschutz-Gesetzes, das am 10.02.2015 vom Bremer Senat verabschiedet wurde.

Die Herausforderungen für die bremische Politik und für uns alle sind enorm. Um die Zielmarke von 40 Prozent zu erreichen, müssen die CO2-Emmissionen nun jedes Jahr im Durchschnitt um 6 Prozent sinken. Dies bedarf einer gewaltigen Anstrengung, um sich dem Ziel überhaupt anzunähern.

Insgesamt hat Bremen 2014 die Menge von etwa 6,2 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen. Nimmt man die Stahlwerke hinzu, wächst die Menge nochmals um über 5 Mio. Tonnen auf über 11,3 Mio. Tonnen CO2 an. Alle Sektoren - von der Stromerzeugung, der Industrie, dem Verkehr bis hin zum Gebäudebestand und -neubau - haben noch Einsparpotential und müssen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eine wirksame Klimaschutzpolitik muss neben klar definierten Zielen unbedingt auch Konsequenzen im Falle einer Verfehlung festlegen. 

CO2 Einsparungen im Land Bremen

 ( BUND Bremen e.V. )

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr ist verpflichtet, der zuständigen Fachdeputation einmal jährlich einen Bericht, inklusive einer Stellungnahme bezüglich der CO2-Emissionsentwicklung und Umsetzung des Maßnahmenkatalogs, in Bremen vorzulegen. Aus dem Bericht der Verwaltung vom 23. Februar 2017 geht hervor, dass eine CO2-Emissionminderung um 40 Prozent im Vergleich zu 1990, bis 2020 nicht realisierbar ist.

Eines der Probleme für die Erfolgsaussichten des KEP 2020 stellt die der Anstieg des Treibhausgasausstoßes um 15,3 Prozent im verarbeitenden Gewerbe von 1990 bis 2020 dar. Umso wichtiger ist es, in anderen Bereichen mehr CO2 einzusparen. Im Bereich Verkehr kam es zu einer Emissionsminderung von 10,3 Prozent von 1990 zum Jahr 2014 und bei den Haushalten und des Sektors Gewerbe, Handel Dienstleistungen um 18,6 Prozent. Der Vergleich von 2014 zu 1990 zeigt lediglich eine Minderung der gesamten CO2-Emissionen des Landes Bremen um 9,7 Prozent.

Der BUND Bremen fordert daher, den öffentlichen Personennahverkehr sowie Rad- und Fußverkehr noch intensiver zu fördern. Des Weiteren sollte die energetische Sanierung von Gebäuden viel stärker ausgeweitet werden. Vorbild sollten hierbei die kommunalen Gebäude sein. Insbesondere ist aber mehr Öffentlichkeitsarbeit von Nöten, um zukünftig die Bürger*innen in die Umsetzung des KEP 2020 bestmöglich einzubinden. Für die schnellere Realisierung der beschlossenen Maßnahmen sollten alle beteiligten Akteure und Ressorts verstärkt zusammenarbeiten.

 

 

BUND-Bestellkorb