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BUND Landesverband Bremen

Klimawandel und CO2-Ausstoß

Der Klimawandel gehört zu den größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts. Ergebnisse der Klimaforschung zeigen, dass der Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent sinken muss. Der Weltklimarat kommt in seinem aktuellen Bericht zu klaren Aussagen: Wenn wir nicht schnell handeln - der Ausstoß von Treibhausgasen ist trotz aller Vereinbarungen und Abkommen die höchste in der Geschichte der Menschheit, ist das politisch angestrebte 1,5-Grad-Ziel mit noch beherrschbaren Klimafolgen nicht einzuhalten.

Es bedarf gewaltiger Anstrengungen weltweit, in Deutschland und hier bei uns in Bremen.

Die Situation in Bremen

Mit dem Klimaschutz- und Energieprogramm (KEP) 2020 wurden im Jahre 2009 vom bremischen Senat ambitionierte Klimaschutzziele - eine Reduktion von 40 Prozent im Vergleich zu 1990 – beschlossen. Von 1990 bis 2016 wurden nur 15,2 Prozent an dem Treibhausgas CO2 eingespart. Der BUND Bremen fordert ein entschlossenes Senatsprogramm und eine effektive Umsetzung des bremischen Klimaschutz-Gesetzes, das im Jahr 2015 vom Bremer Senat verabschiedet wurde.

Die Herausforderungen für die bremische Politik und für uns alle sind enorm. Um die Zielmarke von 40 Prozent zu erreichen, bedarf es auch finanzieller Mittel und Personal, um sich dem Ziel überhaupt anzunähern.

Insgesamt hat Bremen 2016 die Menge von etwa 5,8 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen. Alle Sektoren - von der Stromerzeugung, der Industrie, dem Verkehr bis hin zum Gebäudebestand und -neubau - haben noch Einsparpotential und müssen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eine wirksame Klimaschutzpolitik muss neben klar definierten Zielen unbedingt auch Konsequenzen im Falle einer Verfehlung festlegen.

CO2 Einsparungen im Land Bremen

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau ist verpflichtet, der zuständigen Fachdeputation einmal jährlich einen Bericht, inklusive einer Stellungnahme bezüglich der CO2-Emissionsentwicklung und Umsetzung des Maßnahmenkatalogs, in Bremen vorzulegen.

Eines der Probleme für die Erfolgsaussichten des KEP 2020 stellt der Anstieg des Treibhausgasausstoßes um 15,3 Prozent im verarbeitenden Gewerbe von 1990 bis 2020 dar. Umso wichtiger ist es, in anderen Bereichen mehr CO2 einzusparen. Im Bereich Verkehr kam es zu einer Emissionsminderung von 9,9 Prozent von 1990 bis zum Jahr 2016 und bei den Haushalten und des Sektors Gewerbe, Handel Dienstleistungen um 27,7 Prozent. Der Vergleich von 2016 zu 1990 zeigt lediglich eine Minderung der gesamten CO2-Emissionen des Landes Bremen um 15,2 Prozent.

Der BUND Bremen fordert daher, den öffentlichen Personennahverkehr sowie Rad- und Fußverkehr noch intensiver zu fördern. Des Weiteren sollte die energetische Sanierung von Gebäuden viel stärker ausgeweitet werden. Vorbild sollten hierbei die kommunalen Gebäude sein. Auch der Ausbau der Solarenergie muss endlich angegangen werden. Für die schnellere Realisierung der beschlossenen Maßnahmen sollten alle beteiligten Akteure und Ressorts verstärkt zusammenarbeiten.

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