Klimapolitik kommunal und vielfältig zum Mitmachen

Klimapolitik für alle

Mit dem Projekt „Klimapolitik – kommunal und vielfältig!“ setzt sich der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat mit dem BUND Bremen, Bremer Rat für Integration, globale° Literaturfestival, House of Resources und Visionskultur in der Modellregion Bremen für eine stärkere Teilhabe von Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte in kommunalen Klimaschutzprozessen ein.

Das Vorhaben hat im November 2023 begonnen und richtet sich an Mitglieder der Migrationsbeiräte sowie weiterer Migrant*innen-Organisationen (MOs). Erste Workshops sowie Exkursionen z.B. in das Klimaquartier Osterholz wurden bereits realsiiert. Darüber hinaus findet mit dem Projekt eine Vernetzung mit lokalen Umwelt- & Klimaschutz-Akteur*innen statt.

Im Herbst 2024 sollen die Teilnehmer*innen Positionen und Forderungen für einen diversitätsbewussten & wirksamen kommunalen Klimaschutz erarbeiten. Ziel des Projekts ist die Förderung einer gerechten und nachhaltigen Transformation unserer Städte durch Impulse für eine vielfältige Klimapolitik.

Die Anmeldung zur Veranstaltungsreihe ist immer noch möglich und erfolgt über Erik Rose.

Dieses Projekt wird im Rahmen des Programms „ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ“ durch das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement gefördert, wobei das Programm selbst Unterstützung von der Stiftung Mercator erhält.

Ansprechpartnerin beim BUND Bremen ist Katja Muchow.

 

Diskussion zur globalen Klimagerechtigkeit in der Bremischen Bürgerschaft

Peter Emorinken-Donatus in seiner emotionalen Rede (Foto: Katja Muchow)

Am 13. Juni 2024 fand in der Bremischen Bürgerschaft mit rund 100 Teilnehmer*innen die Veranstaltung „Globale Klimagerechtigkeit vor Ort gestalten“ statt, zu der denkhausbremen als Hauptveranstalter in Kooperation mit dem BUND Bremen, dem Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat sowie dem Bremer Rat für Integration eingeladen hatte. Nach Begrüßungsworten von Sahhanim Görgü-Philipp (Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft), Jana Otten und Jonas Daldrup (denkhausbremen) sowie Katja Muchow (BUND Bremen) machte Peter Emorinken-Donatus (Umweltaktivist und taz Panter Preisträger) in seiner Keynote vor allem eins deutlich: Wenn es um Klimagerechtigkeit geht, dann geht es auch um Kolonialismus und die historische Verantwortung, die Länder des Globalen Nordens und auch Städte wie Bremen tragen, um der Klimakrise zu begegnen.

In der darauffolgenden Podiumsdiskussion, die von denkhausbremen-Geschäftsführer Peter Gerhardt moderiert wurde, ging es schließlich um die Frage, wie sich globale Klimagerechtigkeit von Bremen aus umsetzen lässt. Dazu diskutierten Peter Emorinken-Donatus und Virginie Kamche (Afrika Netzwerk Bremen) mit Philipp Bruck (Bündnis 90 /DIE GRÜNEN), Wiebke Winter (CDU) und Arno Gottschalk (SPD).

Viele unterschiedliche Dimensionen von Klimagerechtigkeit zeigten sich in globalen Macht- und Ausbeutungsverhältnisse - Deutschland ist ein an Rohstoffen armes Land und beutet andere an Rohstoffen reiche Länder aus. Aber auch konkrete Klimapolitik in Bremen, die Stärkung benachteiligter Bevölkerungsgruppen, politische Verantwortung im Umgang mit der kolonialen Geschichte, Klimamigration und Rassismus oder die Frage was eigentlich Wohlstand umfasst, wurden diskutiert.

Rückfragen an Katja Muchow

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