Naturfoto des Monats Juli 2025

09. Juli 2025 | BUND Landesverband Bremen, Insektengarten, Tiere und Pflanzen

Das Thema des Arbeitskreis Naturfotografie im Juli heißt „Schatten“. Auf dem Gewinnerbild von Michael Jost ist das Insekt daher nur durch seinen Umriss auf dem grünen Blatt zu erkennen.

Der Schatten eines Insekts auf einem strahlend grünen Blatt - das Naturfoto des Monats Juli von Michael Jost. Der Schatten eines Insekts auf einem strahlend grünen Blatt - das Naturfoto des Monats Juli von Michael Jost.  (Michael Jost / BUND Bremen)

Das Schwirren, Summen und Brummen aus Büschen, Bäumen und Wiesen verschwindet immer mehr. Die über 30.000 Insektenarten in Deutschland haben unseren Alltag schon immer begleitet. Sie sind lebenswichtig für das Ökosystem und für uns. Für zwei Drittel unserer Nahrungspflanzen sind sie die Bestäuber – eine ökonomische Leistung die weltweit auf über 250 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt wird. Doch sowohl auf dem Land als auch in der Stadt fällt auf, dass die Insekten verschwinden. Immer weniger Schmetterlinge, Bienen und Co. begegnen uns auf unseren Wegen.

Ursachen dafür sind die intensive Landwirtschaft und der Verlust von Lebensraum durch Bauvorhaben für Straßen, Siedlung und Gewerbe. Durch Monokulturen, also der Anbau einer bestimmten Pflanzenart über Jahre hinweg, und den hohen Einsatz von Pestiziden werden Insekten massiv bedroht. Sie finden in Landschaften ohne Blühwiesen, Hecken und Büschen keine Nahrung oder Nistplätze mehr. Substanzen, die Unkraut abtöten sollen wie etwa Glyphosat, vernichten einfach alle Blühpflanzen. So fehlt es etwa den Wildbienen und Schmetterlingen an lebenswichtigen Pollen- und Nektarquellen. Viele Insektizide, also Mittel für die Bekämpfung eines bestimmten Insekts, verursachen häufig auch Schäden an Nützlingen. Dabei sind sie – wie es der Name schon sagt – für uns unglaublich nützlich! Sie helfen zum Beispiel bei der Müllbeseitigung, wie etwa der Regenwurm. Er zersetzt organisches Material und hält die Böden fruchtbar. Außerdem ernähren sich viele Vogelarten, Fledermäuse und Fische von Insekten. Nimmt der Bestand der Insekten ab, folgt daraus auch ein Artenschwund bei Vögeln und anderen Lebewesen.

Wir alle können etwas dagegen tun: Unseren Balkon mit insektenfreundlichen Blüten bepflanzen, auf Gift im Garten verzichten oder Bio-Lebensmittel kaufen.

Wer mehr über insektenfreundliches Gärtnern erfahren möchte und wie man diese einzigartigen Lebewesen unterstützen kann ist herzlich eingeladen, an den kostenlosen Führungen des BUND Bremen teilzunehmen.

Die nächsten Termine gibt es auf:

www.bund-bremen.net/tiere-pflanzen/insekten/

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