BUND Landesverband Bremen

Straßenraum für die Menschen zurückgewinnen

23. September 2021 | BUND, Mobilität, Mobilität

BUND befürwortet Bewohnerparken für 20 Euro pro Monat

Eines der Ziele des Bewohnerparkens ist die Rückgewinnung des öffentlichen Raumes durch das Unterbinden von illegalem Parken. Dabei gilt es zu beachten, dass nicht das Bewohnerparken alleine, sondern erst die Kombination mit konsequenter flächendeckender Verkehrsraumüberwachung für freie Bürgersteige sorgt. Daher muss ebenfalls sichergestellt werden, dass der Ordnungsdienst genügend Personal und ein festes Kontingent für Parkraumüberwachung zur Verfügung steht. Parkraumbewirtschaftung kann nur dann nachhaltig erfolgreich sein, wenn sie auch überwacht wird.

Für Bewohnerparken hält der BUND Bremen einen Korridor zwischen 200 und 240 € pro Jahr als Basispreis für einen geeigneten Kompromiss zwischen Lenkungswirkung und Akzeptanz. Das entspräche einer Summe von 16-20 € pro Monat, anstelle der bisherigen, lächerlich geringen 2,56 € pro Monat, also weniger als ein Einzelfahrschein für die Straßenbahn. Ein deutlicher Preisaufschlag für große und schwere Fahrzeuge ist sinnvoll.

Wichtig ist es zudem darzulegen, wozu die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung genutzt werden. Nach Auffassung des BUND müssen sie eingesetzt werden, um Maßnahmen für den Umweltverbund voranzubringen bzw. den ÖPNV-Entwicklungs-Fonds zu füllen. Die Erfahrungen im bestehenden Straßenraum, aber auch im neu geordneten Sunrise-Quartier zeigen, dass die Zahl der Fahrradabstellplätze deutlich erhöht werden muss, um die Barrierefreiheit auf den Fußwegen zu gewährleisten. Kurz: Im neu geordneten Parkraum für Kfz müssen perspektivisch deutlich mehr Fahrradabstellanlagen eingeplant werden als heute – insbesondere in Kreuzungsbereichen. Außerdem müssen die Plätze für Car-Sharing deutlich ausgeweitet werden, so dass überall eine attraktive Alternative zum den Besitz eines eigenen Auto entsteht.

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