BUND Landesverband Bremen

Flächenverbrauch von Verkehrsmitteln

Flächenbedarf der Verkehrsträger Flächenbedarf der Verkehrsträger  (www.zukunft-mobilitaet.net / www.zukunft-mobilitaet.net / CC-BY-3.0)

In Zeiten von immer größer werdenden Städten wird der Aspekt des Flächenverbrauchs immer wichtiger. Dabei spielt vor allem der motorisierte Individualverkehr ( MIV ) eine große Rolle, da er mit Abstand die meiste Fläche verbraucht.

Das Auto stellt beim Fahren bei 50km/h mit ca. 140m2 das Verkehrsmittel mit dem höchstem Flächenverbrauch pro Person dar. Im Vergleich dazu verbraucht das Fahrrad bloß 41 Quadratmeter, wobei der Grad der Auslastung mit 1 Person im Vergleich zum Auto ( Besetzungsgrad 1,4 Personen ) stets effizienter ist. Im ruhenden Verkehr nimmt das Fahrrad gegenüber dem Auto mit 13,5 Quadratmeter sogar nur 1,2 Quadratmeter  ein.

Für städtische Ballungsgebiete ist der ÖPNV am platzsparensten. Der Bus mit 15,9 Quadratmeter  ( ruhend 2,5 Quadratmeter  ) und die Straßenbahn mit 9 Quadratmeter  ( ruhend 2,8 Quadratmeter  ).

Diese verschiedenen Zahlen sind deshalb von Bedeutung, da ein Verkehrsmittel nach seiner Benutzung auch abgestellt werden muss. Während Bus und Straßenbahn nicht in Privatbesitz sind, und der benötige Platz nach Nutzung an andere Menschen weitergegeben wird, kann die in Anspruch genommene Fläche beim Auto nicht weiter benutzt werden, und verwandelt sich zu unbeweglicher, „verbrauchter Fläche“. Anders ist es bei Carsharing, wo durch hohe Auslastung die Zeit des ruhenden Verkehrs reduziert wird.

Das Problem dabei ist, dass für private Verkehrsmittel gigantische Flächen bereitgehalten werden, die dann meist nicht mehr für andere Nutzungen zur Verfügung stehen. Doch für die Lebensqualität sind keine Parkplätze, sondern Grünflächen und Naherholungsorte bedeutend! Viele dieser Parkplätze sind dabei für eine Maximalauslastung konzipiert, die nur selten erreicht wird. Durch Versiegelung entstehen  außerdem weitere Nachteile wie z.B. die eingeschränkte Durchlässigkeit von Wasser, was bei Starkregen schneller zu Überschwemmungen und reduzierter Grundwasserneubildung führt.   

 

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