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BUND Landesverband Bremen

Elektroautos

Viele Probleme des Verkehrs entstehen durch Antriebe mit fossilen Energieträgern. Die Verbrennungsmotoren stoßen Unmengen an Kohlendioxid und Stickstoffoxiden aus und verpesten damit unsere Luft. Zudem haben sie einen enorm schlechten Wirkungsgrad: 70-80% der Energie bleiben ungenutzt, sie gehen als Abwärme verloren.Umweltfreundliche Elektroautos sind ein verlockender Ausweg. Sie produzieren keine Abgase, verschwenden kein knappes Erdöl und machen kaum Lärm. Also alles super, oder?  

Elektroautos richtig betanken

Tatsächlich ist es nicht ganz so einfach. Die Ökobilanz von E-Autos variiert stark je nach Energieträger. Elektromobile stoßen zwar während der Fahrt keine Abgase aus, aber natürlich brauchen auch sie Energie. Ein Auto das Strom aus Braunkohle tankt, verursacht am Ende sogar mehr CO2, als ein benzinbetriebenes. Bei allen anderen Energieträgern, gewinnt das Elektromobil aber eindeutig. Am größten sind die Einsparungen bei Ökostrom. In der Debatte um E-Autos ist als die Herkunft des Stroms ein entscheidender Faktor: Das volle ökologische Potential lässt sich nur mit Strom aus erneuerbaren Energien ausschöpfen.

Der Energiebedarf der Autos variiert aber auch stark nach Gewicht. Auch ein SUV mit E-Antrieb bleibt ein SUV, der wegen des hohen Energiebedarfs nur bedingt nachhaltig ist. Wichtig ist es daher auch, den Trend zu leichteren und kleineren Elektroautos zu fördern und nicht nur das bloße Umsatteln auf E-Antrieb.

Also ran an die Elektroautos?

Wenn in großem Stile Benziner durch Elektroautos ersetzt werden, ist aber auch das aus ökologischer Sicht zumindest bedenklich. Die Herstellung von Elektroautos erfordert viel Energie und ist sogar energieintensiver als bei Benzinern. Am Ende muss ein E-Auto acht Jahre lang fahren, um sich im Vergleich zu einem Benziner ökologisch zu „rechnen“. Insbesondere die Herstellung der Batterien benötigt viel Energie und viele Ressourcen, die oft unter zweifelhaften Bedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern gewonnen werden.

Der BUND Bremen sieht daher den Einsatz von Elektroautos als mittelfristige Lösung für einen energieeffizienteren Verkehr. Langfristig hingegen muss eine weitgehende Abkehr vom motorisierten Individualverkehr erfolgen. Dieser Kurs kann angesichts der knappen Ressourcen nicht langfristig  funktionieren.

 

 

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