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BUND Landesverband Bremen

100 Bäume für Schmetterlinge

10. September 2019 | Stadtnatur

BUND Bremen verschenkt Bäume an öffentliche Einrichtungen

 (Frank Brünning)

Im Rahmen des Projektes „Stadtnatur beflügelt“ verschenkt der BUND Bremen jetzt Schmetterlingsbäume an Schulen, Kindertagesstätten und andere öffentliche Träger. Dabei handelt es sich um Bäume wie Salweide, Hainbuche, Schlehe, Vogelbeere, Haselnuss oder hochstämmige Obstbäume, die Raupen und diversen Falterarten als Futterpflanze dienen. Aus organisatorischen Gründen müssen mindestens fünf Bäume abgenommen werden.

„Wichtig ist bei der Standortwahl, dass die Jungbäume ausreichend Platz finden. Der Abstand zum nächsten Baum sollte acht bis 10 Meter betragen“, informiert Heike Schumacher vom BUND Bremen über die Anforderungen. „Die Fläche sollte sonnig sein und nicht der Verkehrssicherungspflicht unterliegen, damit die Bäume in Ruhe alt werden können.“ Finanziert wird die Spendenaktion von der Heinz-Wieker-Stiftung, die bereits zahlreiche Vorhaben in Natur- und Landschaftsschutz unterstützt. Ziel ist es, mindestens hundert Schmetterlingsbäume in die Erde zu bringen, da Schmetterlinge in Großstädten wie Bremen einen besonders schweren Stand haben. Der Siedlungsraum des Menschen bietet kaum Lebensraum für Falter und Raupen, vor allem nicht für spezialisierte Arten. Dies betrifft zum Beispiel die Vielfalt der Tagfalter: laut dem Arbeitskreis Schmetterlinge des Naturwissenschaftlichen Vereins (NWV) gab es früher 37 Arten. Heute sind es rund 12 Arten weniger. Auch die Zahlen der weniger auffälligen Nachtfalter und Kleinschmetterlinge, die eigentlich eine weitaus größere Artenanzahl als die Schmetterlinge haben, sind gesunken. Viele der heimischen Falterarten stehen folglich auf der Roten Liste gefährdeter Tiere, welche eher länger als kürzer wird.

Eine der letzten Rückzugsräume für Falter und Raupen in der Stadt stellen Gärten dar. Diese sind jedoch leider in vielen Fällen zu aufgeräumt und bieten keinen raupenfreundlichen Lebensraum, da exotische Pflanzen wie z.B. Rhododendren für diese häufig giftig sind. Ohne Raupe gibt es aber keinen Schmetterling. Deshalb sind vor allem Bäume wichtig, die viele Raupen als Futterpflanze nutzen. Der Faulbaum etwa bietet zwar keinen Nutzen wie ein Obstbaum, ist aber extrem wichtig für den Zitronenfalter. Die Raupen des Zitronenfalters sind nur auf wenige Pflanzen spezialisiert, das heißt, sie sind von jenen Pflanzen abhängig. Das Pflanzen der Bäume kann den Falterarten enorm helfen. „Ganz nebenbei profitieren außerdem Vögel und andere kleine Säugetiere von dem neuen Wohnraum“ betont Schumacher. „Gleichzeitig decken die vielfältigen Ansprüche der Falter und Raupen an ihren Lebensraum die Bedürfnisse vieler anderer Insekten. Alles in allem verschönern die Schmetterlingsbäume das Stadtbild und verbessern zudem das Stadtklima.“

Öffentliche Träger*innen innerhalb Bremens, die sich mit fünf und mehr Schmetterlingsbäumen beschenken lassen möchten, melden sich bitte bis zum 25. September 2019. Anfragen nimmt der BUND unter Tel. 0421-79002-56 oder an heike.schumacher(at)bund-bremen.net entgegen. Weitere Infos zum Projekt „Stadtnatur beflügelt“ gibt es unter www.BUND-Bremen.net.

Fotohinweis für die Medien:

Das angehängte Foto von der Schmetterlingsart „Admiral“ ist für den einmaligen, kostenfreien Abdruck im Rahmen der Berichterstattung zu dieser Meldung freigegeben. Bitte geben Sie als Quelle „Frank Brüning“ an.

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