BUND Landesverband Bremen

Aschenbecher zum Abstimmen

13. Juli 2020 | BUND

Bundesfreiwillige des BUND Bremen schließt Projekt gegen Zigarettenkippen in der Umwelt ab

Dass Zigarettenkippen schädlich für die Umwelt sind, ist in jüngerer Zeit öffentlich immer stärker in den Fokus gerückt, doch wirklich etwas getan hat sich nicht. Um nicht noch länger auf Besserung zu warten, entwickelte Fenja Styhler im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes beim BUND Bremen einen Aschenbecher mit Abstimmfunktion. Der BUND appelliert an alle Raucherinnen und Raucher, ihre Kippen nicht in der Umwelt zu entsorgen.

Die „Kippenbarometer“ bestehen aus Altmaterial wie Holz und etwa 1.000 alten Kronkorken in Kombination mit Tafelfarbe, Plexiglas und Drahttaschen. Auf diese Weise sind auffällige Aschenbecher mit einer Abstimmfunktion entstanden. Durch verschieden Fragen wie z.B. „Nordsee oder Ostsee?“, „Kino oder Netflix?“,  „Oktoberfest oder Freimarkt?“ und viele andere mehr, ziehen die Aschenbecher ihre Aufmerksamkeit auf sich, denn mit den Zigarettenkippen kann dann abgestimmt werden und der aktuelle Stand ist für alle Passantinnen und Passanten sichtbar. Insgesamt hat die Bundesfreiwillige 13 Abstimm-Aschenbecher gebaut, die jetzt zum Beispiel Am Dobben im Viertel vor der Geschäftsstelle des BUND und an dessen Außenstellen der Grünen Oase, am Ellener Hof, in der Kinderwildnis oder auf dem Hof Bavendamm im Blockland zu finden sind. Aber auch an wichtigen Stellen wie dem Osterdeich werden die Aschenbecher zu finden sein. Da auch den Veranstaltern der Breminale das Thema am Herzen liegt, werden sie Fenjas Aschenbecher zum Einsatz bringen. Fenja Styhler zu ihrer Motivation: „Überall auf der Straße, aber auch in Grünanlagen liegen die Zigarettenkippen herum. Das schadet massiv Tieren, Pflanzen und auch dem Grundwasser. Deshalb wollte ich etwas unternehmen und habe mir überlegt, wie ich Raucherinnen und Raucher dazu bringen kann, ihre Kippen in einen Aschenbecher zu entsorgen statt auf dem Boden. So kam mir, inspiriert von den so genannten Ballot bins aus Großbritannien, die Idee für die Abstimmfunktion über eine einfache Frage, die mit Ja oder Nein zu beantworten ist.“ So hofft sie möglichst viele Menschen dazu bewegen zu können, ihre Kippe nicht mehr in die Umwelt zu werfen.

Denn die Zigarettenfilter haben viele Giftstoffe in sich gesammelt, die sich in Kontakt mit Wasser lösen und für Natur und Tiere zur Bedrohung werden. Dabei kann eine einzelne Zigarettenkippe bis zu 1.000 Liter Wasser verunreinigen. „Außerdem bestehen die Filter – anders als oft angenommen – nicht aus Papier oder Wolle, sondern aus dem Kunststoff Cellulose-Acetat“, erläutert Isabelle Maus vom BUND Meeresschutzbüro in Bremen die Schädlichkeit der Kippen. „Am Ende zerfallen die Zigarettenreste also in kleine Mikroplastikteilchen, die in die Meere gespült werden.“

 

Beim BUND Bremen engagieren sich jedes Jahr mehrere Bundesfreiwillige und Teilnehmer*innen des Freien Ökologischen Jahres und setzen sich auf diese Weise für den Erhalt der Umwelt ein. Nähere Informationen gibt es unter www.BUND-Bremen.net. Wer daran Interesse hat, kann sich gerne unter Tel. 0421 79 00 20 melden.

 

Rückfragen an:

Katja Muchow

Stellvertretende Geschäftsführerin

Bereichsleiterin Klima- und Umweltschutz
BUND Landesverband Bremen e.V.

Am Dobben 44 * 28203 Bremen
0421 79 00 245

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