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BUND Landesverband Bremen

„Bremen räumt auf“

06. April 2018 | Flüsse & Gewässer, Rohstoffe und Abfall, Meere

BUND lädt zu einer Kippen-Sammelaktion an Weser und Werdersee ein

Zigarettenkippen sind giftig und beständig. Sie gehören nicht auf die Straße und in die Natur, sondern in den Mülleimer.  (Dorothea Seeger)

Im Rahmen des großen Frühjahrsputzes „Bremen räumt auf“ findet am Samstag, 14. April 2018 zum dritten Mal eine Sonderaktion zum Gewässerschutz statt, welche vom BUND und der Putzinitiative gemeinsam veranstaltet wird. Der BUND bittet Bremerinnen und Bremer dafür um Unterstützung. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf das Sammeln von Zigaretten-Kippen, da diese besonders schädlich für Tiere und Pflanzen in und an den Gewässern sind.

„Jede helfende Hand wird an der Weser und rund um den Werdersee gebraucht“, wirbt Dr. Dorothea Seeger vom BUND-Meeresschutzbüro fürs Mitmachen. „Unsere Aktion richtet sich nicht nur gegen Kippen, sondern wir wollen insgesamt das Müllproblem angehen.“ Denn das Meer ist nur 100 km von Bremen entfernt und unsere Stadt ist so über die Weser direkt mit der Nordsee verbunden. „Müll, der auf der Straße liegt, kann also über die Weser ins Meer gelangen“, so Seeger. Bei früheren Müllsammelaktionen des BUND an Stränden gehörten Zigaretten-Kippen zu den zehn am häufigsten gefundenen Müllteilen. Sie bedrohen das Leben in Gewässern wie Weser und Werdersee. Denn das Nikotin aus einem weggeworfenen Zigaretten-Filter löst sich sehr schnell und leicht, wenn er im Wasser liegt z.B. bei Regen. Bereits in einer halben Stunde ist ungefähr die Hälfte des Nikotins in der Pfütze. „Allein das Nikotin aus EINER weggeworfenen Kippe kann 1.000 Liter Wasser für kleine Wassertiere vergiften“, betont die  Meeresschutz-Expertin. „Versuche haben gezeigt, dass kleine Wassertiere in derartig belastetem Wasser sterben.“ Darüber hinaus bestehen die Zigaretten-Filter aus dem Kunststoff Zellulose-Acetat. Seeger: „Eine Kippe braucht Jahre, bis sie zerfasert. Ganz verschwinden wird sie wahrscheinlich nie, sondern zerfällt schließlich in Mikroplastik.“ Jedes Jahr werden in Deutschland 106 Milliarden Zigaretten geraucht. Etwa zwei Drittel davon landen nicht in, sondern neben den Mülleimern. Der BUND appelliert daher an alle Raucherinnen und Raucher, ihre Kippen in den Mülleimer zu entsorgen und auf keinen Fall auf die Straße oder gar in Gewässer.

Die Kippen-Sammelaktion des BUND findet am Samstag, 14. April 2018, ab 9.30 Uhr statt. Treffpunkt ist hinter dem Café Sand. Von 10 bis 12.30 Uhr wird an der Weser und rund um den Werdersee gesammelt. Die Rückkehr zum Café Sand ist für ca. 13 Uhr geplant. Von 13 bis 14 Uhr wird der gesammelte Müll am Café Sand ausgestellt. Für die Müllsammlung ist eine Anmeldung im Vorfeld über die Seite von „Bremen räumt auf.“ erforderlich: www.bremen-raeumt-auf.de. Weitere Informationen zur Vermüllung der Meere gibt es hier.

Bei Rückfragen:

BUND-Meeresschutzbüro, Dr. Dorothea Seeger, Tel.: 0421 7900 233, eMail: dorothea.seeger(at)bund.net

Hinweis zur Nutzung des mitgesandten Fotos:

Das Foto von Zigaretten-Kippen ist für den einmaligen, kostenfreien Abdruck im Rahmen der Berichterstattung zu dieser Meldung und über die Arbeit des BUND freigegeben. Bitte geben Sie als Quelle „BUND / Dorothea Seeger“ an.  

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