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BUND Landesverband Bremen

BUND fordert von Koalitionären Einsatz für die Biologische Vielfalt

25. Juni 2019 | Artenschutz, Flüsse & Gewässer, Klimawandel, Kohle, Landwirtschaft, Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Schmetterlinge, Schutzgebiete, Stadtnatur, Wildbienen

Eckpunkte für ein Insektenschutzprogramm im Land Bremen übergeben

Heute haben rund 30 Aktive des BUND am Rande der Koalitionsverhandlungen Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), Maike Schäfer (Grüne) und Kristina Vogt (Linke) bei einer bunten Aktion vor dem Konsul-Hackfeld-Haus die zehn BUND-Forderungen zum Insektenschutz im Land Bremen übergeben. Mit Bienen- und Schmetterlingskostümen bekleidet haben sie unter dem Motto „Lass brummen!“ zehn Forderungen an den nächsten Senat gerichtet. Danach soll Bremen bis 2023 pestizidfrei werden, der Anteil der Bio-Landwirtschaft auf mindestens 40% ausgebaut und zur Förderung der Weidehaltung von Rindern eine Weideprämie eingeführt werden. Innerhalb der bebauten Stadt braucht es eine Ökologisierung des öffentlichen Grüns mit viel mehr Blühflächen sowie grüne Dächer und Fassaden im Neubau, auch auf Gewerbeimmobilie. Die Deiche in Bremen und Bremerhaven können auf weiten Strecken zu blühenden Bändern entwickelt werden. Der BUND schlägt ein Bündnis für Insektenschutz vor, in dem alle Einrichtungen und Institutionen zusammenkommen, die im größeren Umfang Grünflächen anlegen und unterhalten. Außerdem sind die Maßnahmen mit einem wissenschaftlichen Monitoring auf ihre Wirksamkeit auf die Insektenbestände zu überprüfen. „Die Stadt braucht nicht mehr Stellplätze für Autos, sondern Räume für Insekten“, fasst BUND-Geschäftsführer Martin Rode die Botschaft zusammen.

Insekten haben deutschlandweit dramatisch abgenommen. Viele Arten sind akut vom Aussterben bedroht. Ehemals häufige Arten sind selten geworden. Und der Rückgang der Vielfalt beschränkt sich beileibe nicht nur auf Insekten. Wichtigste Ursache sind die großflächige Intensivierung der Landwirtschaft mit umfangreichem Pestizideinsatz, großflächigen Monokulturen, Nährstoffüberfrachtung von Böden und Gewässern. Bedeutsam ist weiterhin der exorbitante Flächenverbrauch verbunden mit Lebensraumverlusten und zunehmendem Nutzungsdruck auf die verbleibende Landschaft. Ein Umsteuern ist dringend erforderlich. Das Insektenschutzprogramm des BUND für das Land Bremen zeigt, was getan werden kann. Das Insektenschutzprogramm zum Download unter www.bund-bremen.net.

Hier geht es zum BUND Insektenschutzprogramm.

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