BUND-Kommentierung zu neuer Rote Liste für Bremen und Niedersachsen

07. August 2025 | Artenschutz, BUND Landesverband Bremen

Der BUND Bremen zeigt sich alarmiert über die heute veröffentlichten Roten Listen: Mehr als ein Drittel der bewerteten Säugetierarten und rund ein Viertel der Heuschreckenarten in Bremen und Niedersachsen gelten als bedroht. Besonders dramatisch ist die Situation vieler Fledermausarten. BUND-Landesgeschäftsführer Martin Rode mahnt den Bremer Senat, nun endlich mehr für den Artenschutz zu tun:

Abendseglerkopf Großer Abendsegler  (Adreas Zahn)

„Für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt halten wir es für unbedingt erforderlich, die Biodiversitätsstrategie und das Insektenschutzprogramm inkl. Ausweisung zusätzlicher Schutzgebiete verstärkt umzusetzen. Außerdem müssen das Naturerlebnisgelände Horner Spitze und das Gebiet Neue Aue in Bremerhaven unbedingt erhalten bleiben. Außerdem ist es notwendig, den Flächenneuverbrauch über alle Sektoren auf maximal 10 ha pro Jahr zu begrenzen mit dem Ziel eines Netto-Null Flächenverbrauchs ab 2030. Siedlungen dürfen nicht nach außen in den Bremer Grüngürtel ausgedehnt werden. Stattdessen müsse die Wohnraumschaffung im Bestand Vorrang vor dem Neubau haben. Zum Schutz der Weser und seiner Nebengewässer vor weiterer Zerstörung soll der Senat die Pläne für die Weservertiefung (Außen- und Unterweser) sowie für den Bau eines energy ports in das Weserwatt endlich stoppen. Die Artenkrise wird von der Politik immer noch stiefmütterlich behandelt. Damit muss jetzt endlich Schluss sein. Der Senat muss den Artenschutz in den Mittelpunkt seines Handels stellen. Für die Umwelt und vor allem für uns Menschen!“

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb