Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

BUND Landesverband Bremen

Corona-Krise und die Folgen: Lokal statt global!

26. März 2020 | Mobilität

BUND-Vorschlag: Fahrradlieferdienste als Alternative zum Onlinehandel

Der BUND Bremen bittet jetzt Verbraucher*innen, in der Corona-Krise lokale Einkaufsmöglichkeiten zu nutzen. Die Einzelhandelsgeschäfte in den Stadtteilen hatten schon vor der Corona-Krise mit der Konkurrenz des zunehmenden Online-Versandhandels zu kämpfen. Geschäftsschließungen bedrohen daher nach Ansicht des BUND die Attraktivität mancher Stadtteil- und Quartierszentren. Für Lieferfahrten bietet der BUND interessierten Einzelhändler*innen jetzt sein Lastenfahrrad und ab Ostern auch E-Bikes zum Ausleihen an.

„Infolge der Corona-Krise und der damit einhergehenden verordneten Schließung vieler lokaler Einzelhandelsgeschäfte ändert sich unser Konsumverhalten“, betont BUND-Vorsitzender Dieter Mazur. „Der Virus droht zum Treiber für ein neues Einkaufsverhalten zu werden: Anstatt durch die Innenstadt zu bummeln oder im eigenen Stadtviertel einzukaufen, wird jetzt vermehrt online bestellt.“ So plant beispielsweise Amazon 100.000 neue Stellen in den USA, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, aber auch Versandapotheken verzeichnen in einzelnen Segmenten bis zu 60 Prozent Zuwächse. Der Versandhandel profitiert von der hohen Nachfrage – gleichzeitig kommen Auslieferer an die Grenzen ihrer Kapazität, an den Ländergrenzen kommt es immer wieder zu massiven Staus.

„Der lokale Handel muss nun kreativ werden, um zu überleben. Es ist notwendig, neue Wege zu gehen. Einzelhändler können neue Kundenserviceformen wie beispielsweise Lieferdienste anbieten“, schlägt Mazur vor. „Lieferdienste können ökologisch und ökonomisch sein. Fahrradkuriere sind eine sehr gute Möglichkeit. Warum nicht Bücher, Blumen oder Medikamente per Lastenrad oder E-Bike ausliefern und damit sowohl klimafreundlich als auch wirtschaftlich arbeiten?“ Wer lokal statt global einkauft, schont nicht nur das Klima, sondern unterstützt auch die Ökonomie im eigenen Stadtteil. Das Lasten-Fahrrad bietet hierfür die perfekte Ergänzung. Sei es als Kund*in oder Verkäufer*in. „Gerade in Bremen kann relativ sicher und komfortabel Rad gefahren werden“, ist der BUND-Vorsitzende sicher. „Eine echte Alternative in Zeiten, in denen häufig nur kurze Wege zurück zu legen sind und sowohl Busse als auch Bahnen nur eingeschränkt fahren.“

Angebot des BUND Bremen an Einzelhändler

Der Bund Bremen verleiht kostenfrei sein E-Lastenrad an interessierte Einzelhändler*innen. Das Lastenrad eignet sich sehr gut für den Transport von kleineren Warenmengen. Benötigt werden lediglich eine private Haftpflichtversicherung des Fahrenden und die Gewährleistung einer sicheren Abstellmöglichkeit. Nach Ostern soll dieses Angebot, zumindest für Unternehmen, ebenfalls auf das Testen von E-Bikes ausgeweitet werden. Das erweiterte Angebot bietet insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, einen E-Fahrrad-gestützten Lieferdienst auszuprobieren, ohne hohe Anschaffungskosten zu haben. Interessenten melden sich bitte unter info(at)bund-bremen.net.

Bei Rückfragen: Lisa Tschink, eMail: lisa.tschink(at)bund-bremen.net

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb