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BUND Landesverband Bremen

„Das ist doch noch gut!“ – Foodsharing-Aktion an der Gesamtschule Mitte

20. Juni 2019 | BUND, BUNDintern, Kinder und Jugend, Klimawandel, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Rohstoffe und Abfall, Ressourcen & Technik, Suffizienz, Umweltschutz

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Mitte (GSM) informieren mit schulinterner Foodsharing-Aktion über Lebensmittelverschwendung

Schülerinnen und Schüler der „Werkstatt Suffizienz“ des 8.-10. Jahrgangs führten am 19.06.2019 auf dem Schulhof in der Brokstraße eine Foodsharing-Aktion durch. Sie verteilten dabei gegen die richtige Beantwortung einer Frage auf den erstellten „Quiz-Gutscheinen“ gerettete Lebensmittel an andere Mitschüler*innen. Sätze von anderen Schüler*innen und Lehrer*innen wie „das ist doch noch gut!“ und „das wäre wirklich im Müll gelandet?“ waren nur einige ungläubige Reaktionen auf den in Deutschland und anderswo hohen Anteil an weggeworfenen Lebensmitteln. Die geretteten Lebensmittel, die ansonsten in der Tonne gelandet wären, hatten die Schüler*innen über mehrere Wochen bei verschiedenen Supermärkten und an mehreren Foodsharing-Abholorten in Bremen gesammelt.

Im Rahmen der Werkstatt, die durch Anne Emden vom BUND Bremen organisiert und geleitet wurde, hatten sie sich ein halbes Jahr lang mit den Hintergründen, Problemen und Chancen des Klimawandels und Ressourcenschutzes durch eine suffiziente, also rohstoff- und energiesparende Lebensweise, auseinandergesetzt. „Ziel der Auseinandersetzung mit dem Thema Suffizienz, war es, die Schülerinnen und Schüler zu animieren, Herausforderungen des Klimawandels und des Umweltschutzes als Chance zum eigenen Handeln zu begreifen und kreative Lösungen kennenzulernen und zu finden“, so Anne Emden, Umweltpädagogin des BUND Bremen. „Auch deshalb hatte sich die Zusammenarbeit mit der UNSECO-Schule an der Brokstraße angeboten. Denn wir möchten Kinder und Jugendliche in unserer Aufklärungs- und Bildungsarbeit über das Aufzeigen von Alternativen in die Lage versetzen, eigene Zukunftsideen zu entwerfen und schließlich selbst aktiv zu werden.“

Im Rahmen der Werkstatt hatten die Schülerinnen und Schüler verschiedene suffiziente Projekte und Orte in Bremen wie zum Beispiel einen „Unverpackt-Laden“ oder ein „Repaircafé“ recherchiert und besucht. Angeregt von diesen Eindrücken erstellten die Schülerinnen und Schüler Fotopräsentationen zu ihren Themen und stellten diese den anderen Schüler*innen vor. Daraus entwickelte sich dann auch die Idee der Schüler*innen eine Aktion zum Thema Lebensmittelverschwendung an der Schule zu veranstalten. Sie waren schockiert davon, dass jeder Deutsche im Durchschnitt 82kg Lebensmittel pro Jahr wegwirft und insgesamt in Deutschland ein Drittel der produzierten Lebensmittel in der Tonne landet. Bewusst wollten sie mit ihrer Foodsharing-Aktion einen anderen Weg aufzeigen.

 

Hintergrund

Die Setzung des Oberthemas „Suffizienz“ sollte die Schüler*innen bewusst anregen, sich von fatalistischen Negativschlagzeilen im Zusammenhang mit Umweltzerstörung und Klimawandel nicht lähmen zu lassen, sondern Hintergründe zu erforschen, eigene Visionen zu denken und zu erarbeiten. Dies ist ganz im Sinne des Konzepts für nachhaltige Entwicklung. Durch Lernen nach diesen Prinzipien sollen die Schüler*innen befähigt werden, bewusste Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können. Die Durchführung der Schul-Werkstatt zum Thema Suffizienz von Anne Emden sowie die Foodsharing-Abschlussaktion sind Teil des durch „BINGO! - Die Umweltlotterie“ geförderten Projektes „Schüler*innen handeln anders und tauschen, teilen, reparieren!“ Weitere Informationen dazu gibt es unter www.bund-bremen.net.

Die Fotos sind im Zusammenhang mit der Pressemitteilung abdruckfrei.

 

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