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BUND Landesverband Bremen

Endlich Schienenverkehr im Hafenhinterland voranbringen

16. November 2017 | Mobilität

BUND fordert umgehenden Planungsbeginn für Eisenbahnprojekt Alpha-E aus Bundesverkehrswegeplan mit Amerikalinie Langwedel - Uelzen.

„Wo bleibt Alpha E ? Wir fordern die neue Bundesregierung auf, den Planungsauftrag an die Bahn umgehend und vollständig zu erteilen,“ so Dieter Mazur, Vorsitzender des BUND Landesverbandes Bremen.  Und weiter: „Dieses Schlüsselprojekt zur Stärkung des Schienengüterverkehrs im Nordwesten ist zwingende Voraussetzung, wenn die Verlagerung des Hafenhinterlandverkehrs von der Straße auf die Schiene ernst gemeint ist.“ Das Projekt ist seit zwei Jahren im Bundesverkehrswegeplan beschlossen. Seitdem ist nicht viel  passiert. Diesen Missstand hat der BUND Bremen heute in einem Brief an das zuständige Bundes- und Landesministerien kritisiert.

Darin fordert der BUND die neue Bundesregierung auf, den stetig steigenden Güterverkehrsströmen auf der Straße endlich wirksam entgegen zu wirken. Die norddeutschen Hafenstandorte sind wichtige Drehscheiben im weltweiten Warenaustausch und bedingen einen erheblichen Teil des Güterfernverkehrs. Die Folgen der Güterverkehrslawine auf den Fernstraßen sind Luftverschmutzung, Lärmbelastung und damit erhebliche Beeinträchtigung von Gesundheit und Lebensqualität Hunderttausender Menschen entlang des Straßennetzes. Hinzu kommt die Überlastung der Infrastruktur bis hin zu Straßen- und Brückensperrungen.

Im Gegensatz zum wachsenden Güterverkehrsanteil der Straße ist der Anteil der Schiene seit Jahren rückläufig. Anders beim Hafenstandort Bremen-Bremerhaven, wo etwa die Hälfte aller Hinterlandverkehre über die Schiene abgewickelt wird – sogar mit steigender Tendenz. Doch ein Umsteuern von der Straße auf die Schiene kann nur klappen, wenn die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen.

2015 ist es im Dialogforum Schiene Nord mit Beteiligung der Kommunen und Umweltverbände zu einer Verständigung gekommen, die über Jahrzehnte hoch umstrittenen Planungen der Y-Trasse aufzugeben und stattdessen die Alpha E-Variante umzusetzen. So hat der Bundestag es dann auch im Bundesverkehrswegeplan 2030 unter der Projektnummer 2-003-V03 beschlossen. Die Alpha E-Variante sieht Ausbau und Elektrifizierung der Amerikalinie auf der Strecke Langwedel-Uelzen und verschiedene Ertüchtigungen im Großraum Bremen vor. „Dieses umfassende Vorhaben ist das Schlüsselprojekt zur Stärkung des Schienengüterverkehrs im Nordwesten und zwingend erforderlich, um einen Kollaps am Knoten Bremen und damit für die Hinterland-Anbindung der Seehäfen an Weser und Jade zu verhindern. Umso erstaunlicher ist es, dass knapp zwei Jahre nach Beschluss des Bundesverkehrswegeplans immer noch kein Planungsauftrag für die Alpha E-Variante vergeben worden ist. So darf es nicht weitergehen. Die nächste Bundesregierung muss hier eindeutig einen Handlungsschwerpunkt setzen“, betont Mazur. 

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