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BUND Landesverband Bremen

Frösche und Kröten sind unterwegs

11. März 2020 | Artenschutz, Stadtnatur

BUND bittet alle Verkehrsteilnehmer um Rücksicht auf Amphibienwanderung

Die warme und feuchte Witterung treibt jetzt Amphibien wie Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterverstecken. Mit den ersten warmen Frühlingstagen sind sie in diesen Tagen auf dem Weg zu ihren Hochzeitsplätzen. Daher bittet der BUND jetzt alle Verkehrsteilnehmenden, Rücksicht auf wanderende Amphibien zu nehmen. Denn der Weg zu den angestammten Laichgewässern ist für die Tiere lebensgefährlich, wenn sie dabei Straßen überqueren müssen. Insbesondere unter Autoreifen sterben dabei jährlich Tausende Tiere allein auf Bremens Straßen.

„Amphibien brauchen feuchtwarme Nächte mit über vier Grad zum Wandern. Bei leichtem Regen und um die zehn Grad kommt es dann zu Massenwanderungen“, sagt Martin Rode, Geschäftsführer des BUND Bremen. „Wanderung und Fortpflanzung konzentrieren sich auf wenige Wochen im Jahr.“ Besonders in dieser Zeit seien die Tiere tödlichen Gefahren ausgesetzt. Die Lurche werden beim Überqueren von Straßen nicht nur überfahren, sondern bei Geschwindigkeiten von mehr als 30 km/h durch den Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn durch innere Verletzungen getötet. Außerdem seien sie nicht in der Lage, Fahrzeuge als tödliche Gefahr zu erkennen, und schon gar nicht, rechtzeitig zu flüchten. „Wir bitten daher Autofahrer, auf entsprechenden Straßen Rücksicht zu nehmen und die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren", appelliert Rode. In Bremen wandern Amphibien in großer Zahl zum Beispiel am Großen Moordamm in Borgfeld, am Jan-Reiners-Weg und Kuhgrabenweg in Horn, an der Lesumbroker Landstraße im Werderland, am Burgwall entlang der Beckedorfer Beeke in Blumenthal und an der Straße Vor den Wischen in Rekum. Aber auch in vielen Wohngebieten und Kleingartenanlagen sind Amphiebien unterwegs. Insbesondere am Burgwall findet der Schutz von Amphibien mit hohem ehrenamtlichen Engagement der „Aktion Krötenschutz“ statt. Neben dem Verkehrstod gefährden auch der Einsatz von Pestiziden und der Verlust an Kleingewässern die Bestände von Amphibien.

Weitere Infos über BUND-Aktivitäten gibt es unter www.BUND-Bremen.net.

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