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BUND Landesverband Bremen

Klasse statt Masse - Raus aus der Massentierhaltung

13. Oktober 2017 | Naturschutz

Die bisherige Bundesregierung hat kaum etwas getan, um bei der Nutztierhaltung die Bedingungen für Tiere und Verbraucher*innen zu verbessern. Deutschland braucht aber dringender denn je einen grundlegenden Umbau der Agrarpolitik und eine artgerechte Tierhaltung. „Raus aus der Massentierhaltung!“ - Mit dieser Botschaft wenden sich Gruppen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bundesweit an Parteien und die künftige Bundesregierung. Auch Aktive vom BUND-Landesverband Bremen, teils in Tierkostümen beteiligten sich heute am Aktionstag zur BUND-Kampagne „Klasse statt Masse!“. Die Protestaktion für eine ökologischere Ausrichtung der Landwirtschaft fand vor den Parteizentralen der CDU und der FDP in Bremen statt.

Die bisherige Bundesregierung hat kaum etwas getan, um bei der Nutztierhaltung die Bedingungen für Tiere und Verbraucher*innen zu verbessern. Deutschland braucht aber dringender denn je einen grundlegenden Umbau der Agrarpolitik und eine artgerechte Tierhaltung. „Raus aus der Massentierhaltung!“ - Mit dieser Botschaft wenden sich Gruppen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bundesweit an Parteien und die künftige Bundesregierung. Auch Aktive vom BUND-Landesverband Bremen, teils in Tierkostümen beteiligten sich heute am Aktionstag zur BUND-Kampagne „Klasse statt Masse!“. Die Protestaktion für eine ökologischere Ausrichtung der Landwirtschaft fand vor den Parteizentralen der CDU und der FDP in Bremen statt. 

Der BUND fordert, in der neuen Legislaturperiode des Bundestages die Tierhaltung in deutschen Ställen umzubauen. Die neue Bundesregierung müsse einen Weg zum Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung über die Nationale Nutztierstrategie beschreiten. Als Sofortmaßnahmen sind laut BUND unter anderem notwendig ein Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung, ein Verbot des massenhaften Tötens männlicher Eintagsküken und eine gesetzliche Pflicht zur klar erkennbaren Kennzeichnung der Haltungsbedingungen auf tierischen Produkten.

„Nutztierhaltung in Deutschland darf nicht weiter industrialisiert werden; denn Tiere, Umwelt und die menschliche Gesundheit leiden unter dieser Art von Landwirtschaft“, stellt BUND Vorsitzender Klaus Prietzel klar. Es braucht eine artgerechtere Tierhaltung und mehr Transparenz für die Verbraucher*innen. Viele Tiere fristen ihr Dasein in zu engen Ställen. Nach wie vor kommt es zu übermäßigem Einsatz von Antibiotika in der derzeit betriebenen Massentierhaltung. Jedes Jahr werden 50 Millionen männliche Eintagsküken getötet, weil sie nicht als Legehenne aus dem Ei geschlüpft sind. Zu viel Nitrat im Grundwasser, in Oberflächengewässern und im Meer, der Ausstoß von zu viel Klimagasen, zu viel Import von Kraftfutter, zu viel Export von Billig-Fleisch - alles Folgen einer industriellen Massentierhaltung. „Das muss sich ändern“, betont Prietzel. „Wir wollen mehr Bio-Tierhaltung, artgerechte Ställe und Tiere auf der Weide. Und die Nutztierhaltung muss sich wieder auf den hofeigenen Böden selbstständig versorgen können.“

Daher fordert der BUND, das die neue Bundesregierung unverzüglich den Umbau der Nutztierhaltung einläutet. Das Instrument, um die industrielle Massentierhaltung (schrittweise) zu beenden, ist die Nationale Nutztierhaltungsstrategie – NNTS. Diese Nutztierstrategie ist tierwohlorientiert, umweltfreundlich und ökonomisch sinnvoll auszurichten und mit konkreten rechtlichen, finanziellen und zeitlichen Festlegungen zu verbinden. Sie muss öffentlich diskutiert und bis zur Mitte der Legislaturperiode verabschiedet werden.

Die drei vom BUND favorisierten Sofortmaßnahmen sollen ebenfalls im Koalitionsvertrag verankert werden:

 

  • Verbot des massenhaften Tötens männlicher Küken von Legehennen ab dem  01.01.2019 durch Umstellung auf Zweinutzungshühner
  • Die Anwendung der für Menschen besonders wichtigen Reserveantibiotika ist für Nutztiere zu untersagen.
  • Einführung einer verbindlichen staatlichen Haltungskennzeichnung für alle tierischen Lebensmittel. Die Kennzeichnung soll einfach und Verbraucher*innen-freundlich sein analog zur Kennzeichnung von Eiern (0, 1, 2, 3).

Rückfragen: Martin Rode, 0421 - 79 00 20  

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