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BUND Landesverband Bremen

Meisenknödel selbst gemacht

17. November 2017 | Kinder und Jugend, Kinderwildnis

BUND gibt Tipps und lädt zu Veranstaltung in die Bremer Kinderwildnis ein

 (Georg Wietschorke)

Während der kalten Jahreszeit greifen viele Vogelfreunde wieder zu Meisenringen und Körnerfutter aus dem Handel, um den Vögeln im Garten und auf dem Balkon zu helfen. Nach Ansicht des BUND Bremen dient die Vogelfütterung zwar nicht dem Vogelschutz, ist aber ein Beitrag zum Naturerleben, insbesondere in Städten und Siedlungen. Der BUND gibt jetzt Tipps, wie Fettfutter für Meisen selbst hergestellt werden kann, und lädt zu der Veranstaltung „Meisenknödel selber herstellen“ am 2. Dezember ein.

„Bald ist Winter, und viele Vögel haben sich schon in den Süden aufgemacht“, sagt Tanja Greiß, Bereichsleiterin Umweltbildung beim BUND Bremen. „Meisen, Amseln und Rotkehlchen halten sich aber über den Winter bei uns auf.“ Mit geeignetem Futter lassen sie sich leicht in den Garten oder auf den Balkon locken und dort beobachten. „Mit den Kindern wollen wir Anfang Dezember aus Sämereien, trockenen Früchten und Pflanzenfetten leckere Futterknödel für Zuhause herstellen“, wirbt Greiß für die Teilnahme. Sie verrät, worauf dabei zu achten ist: „Für die Vogelfütterung eignet sich immer gut das so genannte Fettfutter“, empfiehlt die Umweltpädagogin. „Hierfür benötigt man zwei Teile Pflanzenfett und einen Teil Weizenkleie, Sämereien und Trockenfrüchte. Das Fett muss zunächst erhitzt werden, bis es flüssig ist. Dann werden die Weizenkleie, Sämereien wie Sonnenblumenkerne oder Hanfsamen und evtl. einige Rosinen hinzugegeben. Damit die Masse beim Abkühlen nicht brüchig wird, sollte ein Schuss Salatöl nicht fehlen.“ Die Masse lässt sich auf verschiedene Art nutzen. Zum einen lässt sich daraus ein Futterknödel am Stiel, zum anderen eine Futterglocke herstellen. Für ersteres muss die erhitzte, weiche Masse in einen Becher gefüllt werden. Anschließend einen Zweig hinein stecken und erkalten lassen. „Schließlich lässt sich die Masse aus dem Becher lösen, indem er kurz in heißes Wasser gesteckt wird“, erläutert Greiß. „Schon ist der Meisenknödel fertig und kann mithilfe des Zweigs an einem Strauch oder Baum aufgehängt werden.“ Der Vorteil bei dieser Herstellungsweise ist, dass nichts in der Natur verbleibt wie beispielsweise die Kunststoffnetze der herkömmlichen Meisenknödel. Für die Futterglocke verwendet man einen Blumentopf, in dem die erhitzte Masse eingefüllt wird. „Vorher muss aber in das Wasserabzugsloch ein Zweig gesteckt werden, der unten ungefähr 10 cm übersteht, damit sich die Vögel daran festhalten können“, rät die Vogelfreundin. „Außerdem sollte das Loch verschlossen werden. Andernfalls droht die weiche Fettmasse aus dem Loch zu laufen.“ Nach dem Erkalten, wenn die Masse fest ist, lässt sich die Futterglocke dann kopfüber an geeigneten Stellen aufhängen. „Vorteil hier ist, dass das Futter vor Regen geschützt ist“, so Greiß. Idealerweise sollte das Futtergerät an einem schattigen Ort angebracht werden, da sonst bei Erwärmung der Futterinhalt heraus fällt, gibt sie noch einen Tipp.

Die Veranstaltung „Meisenknödel selber herstellen“ für Kinder ab sechs Jahren findet am Samstag, 2. Dezember 2017, von 14 bis 16 Uhr beim Unterstand in der BUND-Kinderwildnis (Eingang Ecke Fährweg/Strandweg) statt. Die Kosten betragen fünf Euro/Kind. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter 0421/790020. Weitere Informationen zur Vogelfütterung und zur BUND-Umweltbildung gibt es unter www.BUND-Bremen.net.

Bei Rückfragen: Tanja Greiß, Bereichsleiterin Umweltbildung BUND Bremen, Tel.: 0421/7900240

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