BUND Landesverband Bremen

Mit einer Baumpflanzung geht das BUND-Baumprojekt in Winterruhe

21. Dezember 2020 | BUND, Kinder und Jugend

Mit einer tollen Abschlussaktion verabschiedet sich der BUND Bremen im Projekt „Mit Mausohr und Zaunkönig auf Baumsuche – Bäume schaffen Lebensräume“ in die Weihnachtspause – einer Baumpflanzung an der Grundschule in Arsten. Trotz der schwierigen Umstände im Corona-Jahr blickt die Umweltpädagogin Mara Roß vom BUND Bremen auf eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe zurück. Ein Jahr lang nahmen Grundschulklassen am Baumprojekt teil.

Schüler*innen schaffen zukünftigen Lebensraum für viele Tiere (Foto: Schütte)  (Frau Schütte)

Mit einer tollen Abschlussaktion verabschiedet sich der BUND Bremen im Projekt „Mit Mausohr und Zaunkönig auf Baumsuche – Bäume schaffen Lebensräume“ in die Weihnachtspause – einer Baumpflanzung an der Grundschule in Arsten. Trotz der schwierigen Umstände im Corona-Jahr blickt die Umweltpädagogin Mara Roß vom BUND Bremen auf eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe zurück. Ein Jahr lang nahmen Grundschulklassen am Baumprojekt teil und entdeckten dabei zu verschiedenen Jahreszeiten Bäume als wichtige Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pilze und Pflanzen.

Unter geltenden Abstands- und Hygieneregeln konnte ein Großteil der geplanten Baumveranstaltungen stattfinden. Jeweils eine Klasse der Grundschulen Alt-Aumund, Kantstraße und Arsten unternahm noch vor dem ersten Corona-Lockdown die ersten Baumbegegnungen. Sie starteten mit kleinen Exkursionen zu Bäumen in der näheren Umgebung. Die Kinder lernten hierbei die Lebewesen intensiv kennen und gingen spielerisch mit den Riesenpflanzen auf Tuchfühlung. So wurden die Kinder beispielsweise mit verbundenen Augen zu einem Baum geführt, um ihn genau zu ertasten. Nur durch das Erspüren von Borke, Zweigen und Blättern machten sie sich ein Bild von ihrem Baum. Nachdem sie blind weggeführt wurden, hatten sie die Aufgabe, den Baum wiederzufinden. Mara Roß vom BUND erklärt, dass diese herausfordernde Aufgabe dazu führt, dass Kinder sich mit ihrem Baum verbunden fühlen und ja, dass am Ende alle diese Aufgabe meisterten.

In den Sommermonaten, als die Coronalage sich entspannt hatte, befassten sich die Nachwuchsforscher*innen eingehender mit den Bewohner*innen der Bäume. Der BUND verdeutlichte mit spannenden Spielen und zahlreichen Tierkarten, wie wichtig Bäume als Lebensraum für viele Tiere, Pilze und Pflanzen sind und auch, dass es sich beim Mausohr um eine Fledermaus handelt und beim Zaunkönig um einen winzigen Vogel. Mit Becherlupen, geschärftem Blick und gespitzten Ohren gingen die jungen Naturforschenden auf Entdeckungsreise. Die gefundenen Tiere wurden aus Ton nachgebildet und in die Lieblingsbäume gesetzt.

Bei den Veranstaltungen im Herbst sammelten die Kinder Naturmaterialien wie Blätter, Früchte und Nüsse. Sie lernten, warum die Bäume im Herbst ihre Blätter abwerfen und auch, was Tiere im Herbst tun. Dafür versetzten sich die Kinder unter anderem in die Lage von Eichhörnchen und versteckten gesammelte Nüsse als Wintervorrat. Aus den übrigen Naturmaterialien konstruierten die Kinder kleine Bäume und präsentierten diese auf einer „Vernissage“. Zum Abschluss sollten alle Kinder als Eichhörnchen im Winter ihre Nussverstecke wiederfinden. „Gar nicht so leicht!“, stellten die jungen Forscher*innen fest. „Wie machen das denn die Eichhörnchen? Bei ihnen liegen doch Monate zwischen dem Verstecken im Herbst und dem Suchen und Fressen im Winter!“

Die Baumprojekttage im Winter fanden unter strengen Hygienemaßnahmen statt. Bei der Abschlussveranstaltung der Schule an der Kantstraße erfuhren die Schüler*innen, wie einige Lebewesen den Winter verbringen und welche Tiere man im Winter nicht stören sollte. Gegen die Kälte halfen Bewegungsspiele sowie die anschließende Tiersuche mit Becherlupen. Dank der milden Temperaturen wurden sogar noch Insekten gefunden, auch die, die das Herbstlaub zerkleinern und so für die Bäume wichtige Nährstoffe wieder verfügbar machen.

Die Schüler*innen der Grundschule Arsten haben sich auch während des ersten Lockdown eingehend mit Bäumen beschäftigt, denn die Kinder erhielten bis zu den Sommerferien Tipps und Aufgaben vom BUND, um ein Baumtagebuch zu gestalten. Jedes Kind durfte sich einen Baum aussuchen und diesen über eine lange Zeit begleiten. Sie erhielten wöchentlich Suchaufträge, Aufgaben oder Vorschläge für neue Baumbegegnungen. Veränderungen und Besonderheiten des jeweiligen Baumes wurden so vermerkt oder durch Zeichnungen dokumentiert. Mit der Zeit entstanden sehr liebevoll gestaltete Naturtagebücher und die Kinder wurden Expert*innen für ihre Lieblingsbäume. Die Klassenlehrerin war von der Idee der Baumtagebücher so begeistert, dass Sie die Kinder Rechenaufgaben oder Geschichten zu Bäumen entwickeln ließ.

Als großes Abschlussgeschenk erhielten die Kinder feierlich einen eigenen Baum, den die Klasse gemeinsam am letzten Baumprojekttag einpflanzte. Die Kinder sammelten Gaben und schöne Naturmaterialien, um den Baum zu schmücken und in der Schule willkommen zu heißen. Nun steht ihr ganz eigener Baum prächtig auf der Wiese vor ihrem Klassenzimmerfenster und bietet Lebensraum für viele kleine und große Lebewesen. Als Dank für die tollen Baumtagebücher lädt der BUND Bremen die Klasse im kommenden Jahr zu einem Waldtag ein.

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